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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:17 Uhr

Alte Bilder wecken Einnerungen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heimatverein Vortrag über die Kieler Straße

Der „Klönschnack am Nachmittag“ des Heimatvereins Bönningstedt hat eine lange Tradition. Einmal im Jahr, am Volkstrauertag, lädt der Verein dazu ins Kulturzentrum an der Kieler Straße ein – so auch vorgestern.

Die Veranstaltung verbindet drei Dinge miteinander: An erster Stelle steht der Klönschnack mit gemütlichem Kaffeetrinken. Dazu gibt es selbstgebackene Torten. Und es wird auch immer ein Vortrag zu einem bestimmten Thema vorbereitet.

Diesmal zeigte Joachim Czolbe Bilder über Wohnen und Leben an der Kieler Straße in Bönningstedt und Winzeldorf. Damit knüpfte Czolbe an eine gemeinsame Veranstaltung von Heimatverein und Seniorenbeirat von vor einem Monat an. Damals ging es um die Kunststraße Kieler Chaussee. Das Thema stieß auch diesmal auf großes Interesse. Und so mussten am Sonntag gleich zwei Mal neue Tische aufgestellt werden, um den mehr als 50 Besuchern Platz zu bieten.

Sigrid Duvigneau, die Vorsitzende des Heimatvereins, begrüßte die Gäste und stimmte zunächst das Bönningstedt-Lied an, das von Fritz Blohm 1984 verfasst wurde.

Märy und Ulrich Eichler, die mit Unterbrechung seit 1965 in Bönningstedt wohnen, kommen gern zu der Veranstaltung. Die Mischung gefällt dem Paar. „Und hier treffen wir Bekannte, mit denen wir uns unterhalten können.“

Erich Ostermann nutzte die Veranstaltung, um dem Heimatverein einen 30 Kilogramm schweren Stampfer zu übergeben. Diese Art wurde in den 1920er Jahren benutzt, um Kleinpflaster auf Straßen festzustampfen.

Czolbe zeigte dann während seines Vortrags zahlreiche Fotos von Häusern und Anwesen, wie sie einst aussahen und wie sie heute bekannt sind. Dabei waren Zwischenrufe ausdrücklich erwünscht. Und die kamen dann auch, konnten die Besucher doch die eine oder andere Geschichte beisteuern.

So erinnerte sich Otto Bunge zum Beispiel daran, dass er Ende der 1940er Jahre für ein Jahr Klavierunterricht bei Tischler Karl Kujawsky hatte, der sich mit dem Unterricht nebenbei Geld verdiente. Und er wusste auch zu berichten, dass 1966 der damals 76 Jahre alte Schwiegervater von Duvigneau Wilhelm mit seinem Gehstock Gangster aus der Sparkassenfiliale vertrieb, die seine Frau Ruth leitete.

Gut in Erinnerung war vielen Besuchern auch noch der Brand des Hofes von Hans Neitzel am 13. Juli 1972. „Das war mittags um 12“, wusste ein Besucher zu berichten. Heute steht auf dem Gelände der REWE-Markt. Das Ehepaar Eichler fühlte sich gut unterhalten. „Wir haben einige Dinge wiedererkannt und sind überrascht, wie sich das Dorf von 1965 bis jetzt verändert hat.“

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