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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:41 Uhr

Abschied in den „Un-Ruhestand“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gottesdienst Leiterin Ellen Heidecker verlässt den Ellerbeker Kindergarten

Es hat viele Geschenke und viele Tränen gegeben – Tränen der Freude, Tränen des Abschieds und Tränen der Rührung, als am Sonntag während eines feierlichen Gottesdiensts in Ellerbek die Kita-Leiterin Ellen Heidecker in den Ruhestand verabschiedet wurde. Fast 34 Jahre lang hatte sie die Geschicke der Einrichtung gelenkt, erst mit vier Mitarbeiterinnen, inzwischen sind es 20.

Sie habe ihre Aufgaben und Herausforderungen mit Bravour gemeistert, betonte Andreas Brenner, Geschäftsführer vom Kita-Werk Pinneberg. Er dankte ihr für die gute Zusammenarbeit – beruflich und menschlich: „Sie werden uns fehlen.“ Als Dankeschön gab es einen Rosenstock und ein Buch „Die schönsten Motorradtouren in Deutschland“. Ausflüge mit der Zweirad sind eines ihrer Hobbys.

Dazu wird sie mit ihrem Mann Dirk jetzt mehr Zeit haben. Und für die Enkeltöchter Lotta und Paula, die Tochter Lena vor vier Monaten auf die Welt gebracht hat. Sie waren ebenso wie Heideckers Eltern zum Fest-Gottesdienst erschienen.

Thomas Drope, Propst des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein, erinnerte sich an seine erste Begegnung mit Heidecker. Damals habe er sich als neuer Pastor in der Gemeinde beworben. Er habe sie immer energiegeladen erlebt. „Umtriebig und voller Leidenschaft haben Sie für die Sachen gearbeitet, die Ihnen wichtig waren.“

Dabei sei ihr immer das Team wichtig gewesen. Gekämpft habe sie für ihre Einrichtung wie eine Löwin. So persönlich wie die Grußworte, so persönlich war auch das Geschenk, das Drope mitbrachte: ein Glas selbstgemachte Erdbeermarmelade.

Auch Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) erinnerte sich an viele gemeinsame Jahre, an An- und Umbauten an der Kita – und das immer bei vollem Betrieb. „Eltern und Kinder sind dir zu Dank verpflichtet“, sagte er.

Heike Möller, die Heidecker bei der Organisation des vor 33 Jahren ins Leben gerufen Kleidermarktes beerbt hatte, überreichte Heideckder eine VIP-Karte für den Voreinkauf für Omas. Auch die MusiCantis, Kita-Kinder und Senioren, die einmal in der Woche gemeinsam singen, ließen es sich nicht nehmen, Heidecker zu verabschieden. Sie gestalteten den Gottesdienst mit.

Zum Abschluss ergriff Heidecker selbst das Wort. Sie bedankte sich für den wunderschönen Gottesdienst. Sie habe ihren Beruf geliebt. „Meine Motivation waren die Kinder. Ihnen Raum zu verschaffen, wo sie sich entwickeln können, war mir wichtig.“

Anschließend musste Heidecker noch sehr viele Hände schütteln. Viele Weggefährten, Eltern und Kinder wollten sich persönlich von ihr verabschieden. Mit einem kleinen Empfang ging der Vormittag zu Ende.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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