zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

25. März 2017 | 22:57 Uhr

Abi in Rellingen: Es kann losgehen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Caspar-Voght Grund- und Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe startet im Sommer wohl mit 52 Schülern

43 Zusagen. Neun Reservierungen, weil noch eine Note 4 im Zwischenzeugnis den Schnitt vermasselt. Jochen Kähler und Knut Leweke atmen trotzdem tief durch. „Damit ist die magische 50 für den Start des ersten Abi-Jahrgangs ab dem Schuljahr 2017/2018 überschritten“, sagen der Leiter der Rellinger Caspar-Voght-Schule (CVS) und der neue Oberstufenkoordinator sichtlich erleichtert. Im Verwaltungstrakt der CVS, einer bislang als Grund- und Gemeinschaftsschule (GGemS) mit aktuell 610 Schülern und einem etwa 40-köpfigen Kollegium geführten Einrichtung, herrscht Aufbruchstimmung.

Im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern, 11 Uhr. Rektorenzimmer. Das Duo Kähler/Leweke – die Chemie zwischen den beiden stimmt offensichtlich – skizziert die kommenden Monate und Jahre. Kähler, der mit Verve die Umwandlung der GGemS zur ersten staatlichen GGemS mit gymnasialer Oberstufe im Kreis Pinneberg betreibt, ist nicht nur wegen der vielversprechenden Schülerzahlen erleichtert. Er kann auch auf Lewekes Erfahrung bauen.

Mehr als 20 Jahre war der Mathe- und Sportlehrer Oberstufenkoordinator an der Johann-Comenius-Schule in Pinneberg, für wenige Monate auch Schulleiter am Gymnasium Schenefeld. „Das ist ein solider zweizügiger Beginn in Rellingen. Es bewegt sich was“, sagt der 56-jährige Leweke. Im Kern werden sich die Schüler mit Hochschulreife-Amibitionen auf die Profile Gesellschafts- und Naturwissenschaften konzentrieren. „Doch es gibt im Kollegium ein starkes Engagement für Kunst- und Sportprofile“, freut sich Kähler über die Leidenschaft aller Beteiligten.

Es seien vor allem Schüler aus Pinneberg und Halstenbek, die ihre Schul-Zukunft in Rellingen sehen, sagt Kähler und schaut dabei auf seinen Handzettel mit den entscheidenden Notizen.

Wie attraktiv der Standort in Egenbüttel ist, beweist eine weitere Zahl: Zum Schuljahr 2017/2018 haben sich laut Kähler 122 Kinder für die fünfte Klasse angemeldet. Am 16. März werden die Zusagen verschickt, etwa 110 Schüler dürften wohl an der CVS in der Unterstufe durchstarten. Vorzugsweise werden Kinder aus Rellingen und Tangstedt, Geschwister-Kinder und Leistungsstarke mit gutem Entwicklungsbericht eine Perspektive an der „neuen“ Schule haben. Die, die außen vorbleiben müssten, hätten Los-Pech oder müssten sich dem Kontingent für die Sonderpädagogik oder der DaZ-Klasse beugen, beschreibt der Schulleiter das strenge Auswahlverfahren.

Ohne Aufstockung des Kollegiums wird das Abi-Abenteuer nicht funktionieren. Das wissen Kähler und Leweke nur allzu gut. Und sind froh, dass bislang zwölf Pädagogen an Bord sind. „Es können und sollen noch mehr werden“, betont Kähler. Vor allem Naturwissenschaftler seien willkommen.

Mehr als begrüßt wird im Schul-Verwaltungstrakt die engagierte Kooperation mit der Rellinger Verwaltung und Politik. 16 Planungsbüros hätten sich laut Kähler auf den Um- und Ausbau der CVS beworben. Fünf seien ausgewählt worden, bis 4. April müssen Entwürfe vorliegen. Ende April kann der Generalplaner loslegen – mit der CVS 2020. Mit neuer, größerer Mensa und eventuell neuer Sporthalle mit Kunstrasenplatz. Die Investitionsmasse von mehr als 16 Millionen Euro dürfte die Begehrlichkeiten ermöglichen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen