zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 02:56 Uhr

Abercron siegt knapp im Wahlkrimi

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kreisparteitag Zwei Wahlgänge waren nötig, um den CDU-Bundestagskandidaten des Kreises Pinneberg zu ermitteln

Es war Sonnabend, kurz vor 13 Uhr, da konnte CDU-Kreisparteichef Ole Schröder das Ergebnis eines Wahlkrimis verkünden: Denkbar knapp, mit 158:150 Stimmen, hatte sich Michael von Abercron in der Stichwahl gegen Dagmar Steiner durchgesetzt. Er wird nun als CDU-Bundestagskandidat versuchen, wie sein Vorgänger Ole Schröder, bei der Bundestagswahl das Direktmandat im Kreis Pinneberg zu gewinnen.

Zuvor hatten die drei Kandidaten noch einmal für sich geworben. Dagmar Steiner hob bundespolitische Ziele, für deren Umsetzung sie sich in Berlin einsetzen wollte, in ihrer Vorstellung hervor. Parallelgesellschaften, die die christlich geprägten Werte des Grundgesetzes wie Gleichberechtigung und Religionsfreiheit ablehnten, „haben hier nichts zu suchen“, sagte sie. Zudem wollte die gelernte Krankenschwester und Ärztin, die im Krankenhausmanagement der Asklepios Kliniken in Hamburg tätig ist, ihre Erfahrungen in der Gesundheits- und Schulpoltitik einbringen.

Michael von Abercron stellte in seiner gut zehnminütigen Rede die Möglichkeit, vom Bund aus Projekte im Kreis Pinneberg und im Land voranzubringen, wie die A20 oder das dritte Bahngleis im Kreisgebiet, in den Mittelpunkt seiner Rede. Um der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen zu begegnen, machte er sich für „eine Verschärfung der Strafgesetze“ stark.

Kole Gjoka beschrieb seinen Weg als Flüchtling aus Albanien ohne Deutschkenntnisse bis zum Erwerb einer Autopflegefirma in Elmshorn . Der Elmshorner, der sich in der Flüchtlingshilfe engagiert, forderte Konsequenzen, wenn Flüchtlinge sich nicht an die hier geltenden Regeln hielten: „Wer Straftaten begeht, muss sofort raus. Ohne Wenn und Aber.“

Ole Schröder, der seit 2002 den Kreis Pinneberg im Bundestag vertritt, hatte zuvor seine Partei gegen Rechtspopulisten abgegrenzt. „Es wird nie nur eine einfache Lösung geben. Politik ist das Ringen um die beste Lösung.“ Er sei sicher, dass der gesamte Kreisverband den Sieger der Kandidatenauswahl im Wahlkampf unterstützen werde.

Das Ergebnis des ersten Wahlgangs: Abercron 147 Stimmen, Steiner 145, Gjoka 18. Im zweiten Wahlgang siegte Abercron. „In bin stolz, nicht enttäuscht. Wir sind uns auf Augenhöhe begegnet“, so Steiner. Auch Gjoka erklärte, er sei nicht enttäuscht. Abercron: „Ich freue mich sehr. Es ist eine schöne Aufgabe, aber auch eine große Herausforderung.“

zur Startseite

von
erstellt am 06.Nov.2016 | 14:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen