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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Hasloh : Ab Oktober wird die Kirche gebaut

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gemeindezentrum: Standort in der Neuen Mitte

Knapp eineinhalb Jahre sind vergangen, seitdem der Entwurf von Stefan Scholz den ersten Preis beim Architektenwettbewerb für den Neubau einer Kirche mit Gemeindezentrum gewonnen hat. Damit bekommt die Gemeinde Hasloh nach dem Bau der evangelischen Kirche in Klein Offenseth-Sparrieshoop und dem der katholischen Kirche St. Marien in Quickborn als dritter Ort im Kreis Pinneberg ein modernes Gotteshaus.

Vorausgegangen war dem Neubau ein Grundstückstausch mit der Gemeinde Hasloh: Die bisherigen Räume der Kirche am Mittelweg gingen in den Gemeindebesitz über, dafür erhielten die Christen ein Grundstück in der Neuen Mitte unmittelbar neben dem evangelischen Kindergarten. Um die Finanzierung des Projekts zu sichern, veräußerte die Kirche einen Teil ihres Grundstücks. Dort plant Investor Eike Rohweder den Bau von seniorengerechten Mietwohnungen.

„Die Grundsteinlegung ist für Oktober vorgesehen“, teilte Hartmut Ermes, Vorsitzender des evangelischen Kirchengemeinderats Quickborn-Hasloh, im Gespräch mit dieser Zeitung mit. Zwar würden momentan die Baugenehmigung des Kreises Pinneberg und die Genehmigung der Kieler Kirchenaufsicht noch nicht vorliegen, doch erwarte er diese Papiere in Kürze.

„Von der Größe her haben wir in Zukunft nicht mehr Platz – aber vielfältigere Möglichkeiten, weil die Räume anders aufgeteilt sind“, erklärte Ermes. Zum einen gebe es den Raum für Gottesdienste, der zum Foyer hin geöffnet werden kann. „Außerdem gibt es einen Gesprächsraum, einen Küchenbereich, einen Raum für Haustechnik und Lager, Garderoben sowie Toiletten“, zählte Ermes auf. Damit könnten alle Bedürfnisse der Gemeindearbeit in Hasloh abgedeckt werden. „Die Räume sind multifunktional“, betonte der Kirchengemeinderatsvorsitzende.

Auch die Details der Innen- und Außenausstattung wie Fenster, Fußböden, Lampen oder die gärtnerische Gestaltung der Außenbereiche seien zwischenzeitlich geklärt worden, berichtete Ermes weiter. Sobald die Genehmigungen vorliegen würden, sollten im nächsten Schritt die Bauleistungen ausgeschrieben werden. „Handwerksbetriebe aus Hasloh und Umgebung, die Interesse an Aufträgen haben, können sich gern mit dem Architekten in Verbindung setzen“, warb Ermes um Firmen aus der Region. Er ist unter der E-Mail-Adresse stefan. scholz@mmst-architekten. de zu erreichen.

Dabei ist die Materialwahl des Architekten bewusst schlicht gehalten worden: Holz und Lehm dominieren. Während der Kirchenraum ganz in Holz gekleidet wird, überwiegt in den anderen Zimmern eine Kombination aus Glas und weißem oder farbigem Putz. Der flache Teil des Gebäudes bekommt zudem ein Gründach, was den biologischen Anspruch betonen soll.

Sowohl der Gottesdienstraum als auch der Multifunktionsraum und die Küche haben einen eigenen Eingang zum Gebäude. „So ist zum Beispiel eine Belieferung der Küche möglich, ohne eine Veranstaltung im Erweiterungsraum zu stören“, erklärte Scholz bei der Präsentation seines Entwurfs. Für die Funktionen „Kirche“ und „Gemeindehaus“ seien bewusst zwei unterschiedliche Gebäudeteile gewählt worden. Die Kombination eines flachen und eines spitzen Daches lasse die Kirche präsenter in Erscheinung treten, so der Architekt. „Das sieht auf jeden Fall viel mehr nach einer Kirche als nach einem Gemeinderaum aus“, ist auch Ermes überzeugt.

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erstellt am 24.Aug.2016 | 12:00 Uhr

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