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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:44 Uhr

Die Quote bleibt stabil : 8188 Menschen sind kreisweit auf Jobsuche

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im November liegt die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,8 Prozent.

Kreis Pinneberg | Die Arbeitslosenquote blieb im Kreis Pinneberg im November unverändert bei 4,8 Prozent. Trotz des zwischenzeitlichen Wintereinbruchs sank die Zahl leicht um 41 Personen, heißt es im aktuellen Arbeitsmarktbericht. Im November waren kreisweit 8188 Menschen ohne Job (Oktober: 8229). Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl um 71 Personen. Die Quote lag im November 2015 bei 4,9 Prozent.

„Eine winterliche Stimmung ist bereits am Arbeitsmarkt zu erkennen“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.„Die Zahl der neugemeldeten Stellen ging im November zurück.“ Der Arbeitsmarkt im Kreis Pinneberg starte auf einem guten Niveau in die kommenden Wintermonate. Die Personalnachfrage und die Beschäftigtenzahlen hätten sich in diesem Jahr „sehr positiv entwickelt“.

Im Kreis Pinneberg fanden im November 555 Arbeitslose einen neuen Beruf. Im Oktober waren es 644. Außerdem haben weitere 702 Arbeitslose (Oktober: 644) eine Ausbildung oder eine berufliche Qualifizierung begonnen. Zu den 8188 Arbeitslosen kamen im November 3116 weitere Menschen, die ohne Arbeit waren – beispielsweise, weil sie sich derzeit qualifizieren oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Insgesamt 11.304 Personen befanden sich damit im Kreis Pinneberg in einer sogenannten Unterbeschäftigung.

Der Kreis der Unterbeschäftigten ist in den vergangenen zwölf Monaten um 646 Personen gestiegen. Damit liegt die Quote um
6,1 Prozent höher als im November 2015. Hauptgrund des Anstiegs seien die zunehmenden Qualifizierungsmaßnahmen der Flüchtlinge. Zurzeit sind 1479 Flüchtlinge bei Arbeitsagentur und Jobcenter als arbeitssuchend gemeldet. Etliche befinden sich in Sprachkursen oder betrieblichen Praktika. Im November waren 398 Flüchtlinge arbeitslos gemeldet.

 

Im Vergleich zu Oktober boten die Unternehmen weniger neue Stellen an. In den ersten elf Monaten des Jahres sei jedoch mehr Personal gesucht worden als im Vorjahreszeitraum, heißt es im Arbeitsmarktbericht. Zurzeit sei die Personalnachfrage besonders im Verkauf und in der Lagerwirtschaft hoch. Gesucht würden verstärkt Bürofachkräfte, Kraftfahrzeugmechatroniker und Sozialpädagogen.

Die Arbeitgeber meldeten 544 neue sozialversicherungspflichtige Stellen. „Die Personalnachfrage im Kreis ist weiterhin sehr hoch“, heißt es seitens der Arbeitsagentur. Und: „Bei der Suche nach Arbeitskräften sollten noch mehr Menschen mit Behinderung einbezogen werden.“ Arbeitsagentur und Jobcenter wollen in einer bundesweiten Aktionswoche noch bis zum 2. Dezember verstärkt Unternehmen für das Thema sensibilisieren.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 10:00 Uhr

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