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„Wahnsinn, wie sich das hier entwickelt hat“ : 54 Dart-Spieler aus ganz Norddeutschland messen sich in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Vorbereitung für das nächste Turnier laufen bereits auf Hochtouren.

Pinneberg | Die Digitalanzeige zeigte eine Restsumme von 40 Punkten. Nick Mehr-Coragazzi zielte auf die Doppel-20. Doch der erste Pfeil schlug über dem Ziel im schwarzen Bereich der Dartscheibe ein. Null Punkte. Dann der zweite Wurf. Ein kurzer Blick, Schwung mit dem Arm geholt und dann das erlösende Geräusch des Spielautomaten. Der Dart hatte genau ins Ziel getroffen und Mehr-Coragazzi jubelte. Das war der Sieg beim zehnten Dartturnier im Pinneberger Cult69.

„Es freut mich besonders, dass ein Mitspieler von mir gewonnen hat“, sagte Organisator Thomas Beuth. Mit Kai Lange aus Uetersen belegte ein weiteres Teammitglied von „Celebrations“ einen der Top-3-Plätze. Dabei war die Stimmung zum Start etwas gedämpft. „Wir hatten einige kurzfristige Absagen, weil die Steeldartmeisterschaften in Hamburg auf den heutigen Tag verlegt worden sind. Daher hatten einige Spieler abgesagt – auch Mike Holz. Er gewann die Norddeutschen Meisterschaften 2016, die German Open Nord und war dritter der Swiss Open im Einzel und siegte im Doppel. „Er ist wohl einer der 20 besten Spieler in Deutschland“, sagt Beuth, der sich aber über die Absage nicht ärgerte: „Das Turnier ist natürlich größer als unseres und da habe ich Verständnis für.“

„The Joker“ prangte auf dem Shirt von Dennis Arns, der aus Kaltenkirchen angereist war. „Das ist Wahnsinn, wie sich das hier entwickelt hat“, sagte er. Beim ersten Turnier waren es 17 Teilnehmer, die auf drei Automaten spielten. Am Sonnabend duellierten sich 54 Spieler an sieben Automaten – darunter auch 17 Frauen. „Man trifft hier alte Freunde und Bekannte wieder und auch neue Leute. Darum fahre ich gern hier her“, erläuterte Arns, der sich den dritten Platz erspielte.

Hassan Balta (l.), Inhaber des Cult69, überreichte Turniersieger Nick Mehr-Coragazzi den Wanderpokal.
Hassan Balta (l.), Inhaber des Cult69, überreichte Turniersieger Nick Mehr-Coragazzi den Wanderpokal. Foto: Bastian Fröhlig
 

„Das Turnier ist, wie auch der Laden heißt, kult“, stellte Andree Grünwald fest. Er sei bei jedem Turnier dabei gewesen. „Ich bin vor vier Jahren zum Dart gekommen, als ich mit dem Fußball aufgehört habe“, berichtete er. Die Stimmung im Fernsehen habe ihn begeistert. Daher sei sein Wunsch einmal die „Ally Pally“, die große Halle des Alexandra Palace, zu besuchen – das Mekka der Dart-Fans. „Dart ist eine reine Kopfsache. Um einen herum sind Musik, schreiende Leute, Menschen, die reden, wenn ich ans Bord gehe, um die Darts zu werfen, gehe ich in eine Höhle und blende alles aus“, erläuterte Grünwald, was für ihn den Reiz des Spiels ausmacht. „Teamgeist und das Adrenalin“ sorgten dafür, dass Stephanie Ladiges sich für den Dartsport begeistert. „Ich war mit meinen Mädels unterwegs und bin beim Darten hängengeblieben“, sagte sie. Seit 2008 spielt sie in der Pinneberger Damenmannschaft„DC Rondo Girls“. Am Sonnabend warf sie sich auf den dritten Rang. „Dart ist ein Mannschaftssport, bei dem jeder für sich spielt“, sagte sie.

„Ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte Organisator Beuth. Für ihn laufen bereits die Vorbereitung für das nächste Turnier. „Mal sehen, was wir uns einfallen lassen“, sagte er. Ein Turnier unter freiem Himmel sei sein Wunsch. „Da könnten noch mehr Spieler teilnehmen.“

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erstellt am 13.Mär.2017 | 12:30 Uhr

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