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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 02:19 Uhr

Ehrung in Bönningstedt : 40 Jahre lang der Firma treu

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jürgen Behrens aus Tornesch arbeitet seit seiner Ausbildung im Bönningstedter Betrieb.

Bönningstedt | „Warst du ein oder zwei Jahre vor mir in der Ausbildung?“, grübelten Jürgen Behrens und sein Arbeitgeber Hans-Walter Mohr, der Chef der gleichnamigen Bönningstedter Firma, die Präzisions-Werkzeug herstellt und in aller Welt vertreibt. „Ich habe 1975 meine Lehre begonnen“, erinnert sich Mohr schließlich. Ein Jahr später kam Behrens als Azubi in den Betrieb.

Seitdem ist er dabei geblieben, lediglich unterbrochen von der Zeit seines Grundwehrdienstes. Zwölf Jahre lang war Behrens als Werkzeugmacher tätig, bevor er 1989 in den technischen Innen- und Außendienst wechselte. Seitdem koordiniert er die Aufträge – angefangen bei der Erfassung in den Büchern und dem PC über die Erstellung der Lieferscheine, Ablage der Zeichnungen bis hin zur Preis-Vor- und -Nachkalkulation. Auch die Korrespondenz und die Akquise von Neukunden gehört zu seinen Aufgaben.

„Er weiß allein, was er machen muss, es läuft Hand in Hand“, lobt ihn sein Chef. Und Behrens hat nach wie vor Spaß an seiner Arbeit: „Das ist sehr abwechslungsreich und ich bin mein eigener Herr“, beschreibt er seinen Job.

Darüber hinaus wird Behrens mit Sonderaufgaben betraut. So erstellte er das Konzept für den Internetauftritt der Firma und setzte es um. „Außerdem gehe ich regelmäßig auf Berufsmessen und in Schulen, um dort unseren Betrieb vorzustellen und potenzielle Lehrlinge zu finden“, berichtete Behrens. Dazu gehöre auch, dass er den Beruf des Feinwerkmechanikers erläutere und für Interessenten Betriebsbesichtigungen organisiere.

In seiner Freizeit ist Behrens seinem Hobby Fußball genauso treu wie seinem Job: Seit mehr als 40 Jahren ist er Mitglied beim FC Union Tornesch. „Ich bin dort Schriftführer“, sagt er. Während der Zeit der Planung und des Baus des Torneums habe er viel Zeit in den Verein investiert. „Das war ein Kraftakt, der sich gelohnt hat“, blickt er auf diese Zeit zurück.

Im vergangenen Jahr grub er eine „alte Liebe“ wieder aus: die Modelleisenbahn. „Deshalb habe ich mir zum Firmenjubiläum gewünscht, eine neue Lokomotive zu bekommen“, sagt er. Kein Problem für den Chef, der eigens dafür einen Aufkleber mit dem Logo der Firma und Glückwünschen zum 40. Jahrestag anfertigen ließ. „Die Platte für die Eisenbahn steht schon bereit und wartet nur darauf, bebaut zu werden“, sagt Behrens.

Glückwünsche und eine Urkunde überbrachten auch Claudia Mohr, Geschäftsführerin der Westholsteinischen Kreishandwerkerschaft, und Volker Gawron, Obermeister der Metallinnung des Kreises Pinneberg. „Es ist toll, dass du seit 40 Jahren bei uns bist, das hat aber auch einen Nachteil: Es bedeutet auch, dass du nicht mehr so viele Jahre hier sein wirst und das ist schade“, brachte Mohr seine Anerkennung zum Ausdruck.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 16:15 Uhr

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