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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 17:03 Uhr

21 Senioren wollen einen Beiratssitz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wahl Kandidaten stellen sich im Ratssaal vor

Sie sind selbstbewusst, ambitioniert, verfügen über Erfahrung und sind nicht gewillt, ihren Ruhestand auf dem Sofa zu verbringen: Die 21 Kandidaten für einen Sitz im Wedeler Seniorenbeirat haben sich im Rahmen einer Vorstellungsrunde zur zukünftigen Arbeit des Gremiums geäußert. Dabei wurde deutlich, dass sie die geplante Kürzung der Öffnungszeiten des Seniorenbüros mit Gisela Rawald (Foto) an der Spitze nicht widerspruchslos hinnehmen werden. Etwa 10 000 Bürger haben in diesen Tagen die Wahl. Noch bis zum 20. November können sie über die Besetzung des Seniorenbeirats abstimmen. Gewählt werden elf ordentliche Mitglieder und sechs Vertreter.

Neun Frauen und zwölf Männer bewerben sich um ein Mandat, darunter erfahrene Beiräte wie Heidemarie Bohnert (seit 2008 dabei) und Neulinge wie Bruno Helms. Jüngster Bewerber ist der 63-jährige Manfred Schlund, älteste Kandidatin die 83-jährige Christa Grodt. Einzige Kandidatin mit Migrationshintergrund ist die in Teheran geborene Schneidermeisterin Tamara Madani (73). Sie alle verbindet ein zum Teil langjähriges ehrenamtliches Engagement, eine erfolgreiche berufliche Laufbahn und die Überzeugung, dass „Senioren einen wesentlichen Anteil an der Attraktivität der Stadt“ haben, wie es der 68 Jahre alte Jens Peyn formulierte.

Mehr als 60 Wedeler hörten sich im Ratssaal an, wie sich die Arbeit des Seniorenbeirats in Zukunft gestalten könnte, lauschten den Forderungen nach Barrierefreiheit im gesamten Stadtgebiet, dem Ausbau des Freizeitangebots für Senioren und jüngerer Menschen mit Handicap, nach der Rücknahme des Beförderungsstopps für Fahrten der Johanniter über die Landesgrenze nach Hamburg hinaus. Bezahlbarer Wohnraum für ältere Menschen, da waren sich alle Kandidaten einig, bleibt ein großes Thema, ebenso wie die Optimierung des Bus- und Bahnverkehrs.

Helms warnte vor einer Vernachlässigung seniorenrelevanter Themen vor dem Hintergrund zunehmender Sparzwänge und will sich für ein Umdenken einsetzen. „Wenn wir verstärkt Projekte angehen, die Senioren und jüngeren Menschen gleichermaßen zugute kommen, werden wir in Zukunft bessere Chancen auf eine Umsetzung haben. Der 67-jährige Gerhard Nagel sieht Potenzial, die Arbeitsstrukturen im Seniorenbeirat weiter zu straffen und Entscheidungswege zu verkürzen, die Darstellung der Resultate und Ergebnisse etwa in Protokollen zu professionalisieren.

Wahlberechtigt sind alle Bürger ab 60 Jahren, die ihren ersten Wohnsitz seit mindestens drei Monaten in Wedel haben. Ihnen wurden die Briefwahlunterlagen bereits zugeschickt. Ausgezählt werden die Stimmzettel am Montag, 21. November, ab 8 Uhr in der Früh im Wedeler Rathaus, Raum Vejen.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 16:04 Uhr

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