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Pinneberger Tageblatt

23. März 2017 | 15:24 Uhr

Mit Köpfchen und Reaktion : 21 Jahre Karate beim RTV

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Karate-Abteilung des Rellinger Turnvereins (RTV) wünscht sich Verstärkung. Zielgruppe: Sechs- bis 99-Jährige.

Rellingen | Hollywood-Teenagerfilme müssen nicht zwangsläufig sinnlose Berieselung sein. „Aus ,Karate Kid‘ kann man durchaus etwas mitnehmen“, sagt Karen Mumme, Leiterin der Karate-Abteilung des Rellinger Turnvereins (RTV). Die Abteilung gibt es bereits seit 1996, seit fünf Jahren trägt Mumme die Verantwortung und übernimmt gemeinsam mit ihrer Tochter Svenja auch das Training. Anleihen aus der Kino-Traumfabrik sind dabei durchaus willkommen. „Der Film zeigt, wie wichtig beim Karate ständige Wiederholungen sind“, berichtet Mumme. Sogar, wenn die Bewegungen wie in „Karate Kid“ beim Wischen mit einem Schwamm eingeübt werden.

Die Abteilungsleiterin selbst greift auf solche unkonventionellen Methoden allerdings nicht zurück. „Wir haben auch so viel Spaß“, sagt die 53-Jährige. Derzeit trainiert sie vor allem Kinder und Jugendliche. Etwa 20 Kämpfer kommen immer mittwochs in die Schmidt-Schaller-Halle. Von 17 bis 18 Uhr sind die Anfänger an der Reihe. Danach folgen die Fortgeschrittenen.

Karate lohnt sich laut Mumme aber nicht nur, weil es Freude bereitet. Konzentration, Selbstbeherrschung, gegenseitiger Respekt, die Fähigkeit zur Selbstverteidigung – „von diesem Sport profitiert man im täglichen Leben“. Karate helfe auch, den eigenen Körper kennenzulernen. Im Kampf komme es zudem nicht wie häufig beim Boxen auf den härtesten Schlag an. „Köpfchen und schnelle Reaktionen sind wichtiger.“ Ganz ohne Anleihen beim Boxen geht es allerdings nicht. Da es in Rellingen kein Vollkontakt-Karate gibt, werden harte Tritte und Schläge am Sandsack trainiert. „So spürt jeder, wie es ist, richtig zuzuschlagen“, so Mumme.

Jakob (8) lernt von Karen  Mumme, worauf er beim Schlag achten muss.
Jakob (8) lernt von Karen Mumme, worauf er beim Schlag achten muss. Foto: Lars Zimmermann
 

Die Abteilungsleiterin hat erst im Alter von 42 Jahren mit Karate angefangen, weil ihre schon damals aktive Tochter sie zum Training mitnahm. Seitdem hat Mumme das Kampfsportfieber gepackt. Ihr Beispiel zeige, dass es nie zu spät sei, mit diesem Sport zu beginnen, erklärt sie. Mumme wünscht sich, dass die Karate-Abteilung wächst und weitere Kinder und auch Erwachsene den Weg zum RTV finden.

„Von sechs bis 99 Jahren ist jeder bei uns willkommen“, sagt sie. Vorkenntnisse oder bestimmte körperliche Voraussetzungen sind nicht erforderlich. „Für Karate muss man kein Modellathlet sein“, so die Trainerin. Wer Lust hat, kann einfach mittwochs zum Training kommen.
 

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