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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:34 Uhr

Gemeinsames Wohnen in Elmshorn : 15 Wohnungen – eine Gemeinschaft

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Baptisten und ein Investor realisieren gemeinsam ein Wohn-Projekt.

Elmshorn | Kleine Familien, Singles, Alleinerziehende, Behinderte, Ältere, Menschen mit etwas mehr und etwas weniger Geld im Portemonnaie: Sie alle bilden eine große, christliche Wohngemeinschaft: Das Projekt „Gemeinsames Wohnen“ in Elmshorn ist einmalig. Mit der Verwirklichung hat sich die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde einen lang gehegten Traum erfüllt. „Die Idee ist 30 Jahre alt. Mit den Planungen hatten wir dann 2004 begonnen“, sagt Gemeindemitglied Ida McCloy.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Elmshorn zählt zurzeit 160 Mitglieder. Neben der Arbeit im Gemeindezentrum sind die Baptisten auch Träger der Kindertagesstätte Regenbogen in Hainholz. Die Mitglieder engagieren sich zudem in der Elmshorner Flüchtlingsarbeit. Kontakt unter Telefon 04121-50305.

An der Haderslebener Straße ist eine Wohnanlage mit insgesamt 15 Einheiten entstanden. Ab Januar 2017 ziehen die ersten Mieter in die barrierearmen zwei- bis drei Zimmerwohnungen ein. Ein Gemeinschaftsraum mit Küche, ein Gästeappartement für Besucher und ein Hobbyraum können von allen Mietern genutzt werden. „Das soll ein offenes Haus werden – auch für die Nachbarschaft und den Stadtteil“, betont Gemeindeleiterin Catana Dargel-Jermies. Fünf Wohnungen sind sozial gefördert worden.

Die Gemeindemitglieder Eckhard Rebmann (v. l.), Brigitte Buresch, Catana Dargel-Jermies und Ida McCloy überzeugen sich vom Baufortschritt.
Die Gemeindemitglieder Eckhard Rebmann (v. l.), Brigitte Buresch, Catana Dargel-Jermies und Ida McCloy überzeugen sich vom Baufortschritt. Foto: Brameshuber

Vier Einheiten sind in den beiden Häusern noch frei. „Mieter müssen nicht Mitglied in unserer Gemeinde sein“, betont Dargel-Jermies. Ursprünglich hatte die Gemeinde vor, das Projekt in Eigenregie umzusetzen. Doch bei geschätzten Investitionskosten in Höhe von gut zwei Millionen Euro, wollte die 160 Mitglieder zählende Gemeinde – sie erhält keine Kirchensteuer, sondern finanziert sich aus Spenden – das Risiko minimieren. Ein Investor wurde gesucht – und mit dem Elmshorner Wohnungsbauunternehmen Semmelhaack gefunden. Die Gemeinde verkaufte ihr 1600 Quadratmeter großes Grundstück an der Haderslebener Straße, direkt hinter dem Gemeindezentrum an der Kaltenweide, an den Investor. Der errichtete die Wohnanlage. „Wir haben einen Kooperationsvertrag geschlossen und ein Vorschlagsrecht bei den Mietern“, erklärt McCloy.

 

Das gemeinsame Wohnen: Die Mieter sollen sich gegenseitig unterstützen, helfen, das Wohlergehen des Anderen mit im Auge haben. Ältere Menschen erhalten die Möglichkeit, ihr Leben weiter selbstbestimmt und selbstständig zu führen. In diesem Jahr feiert die Baptisten-Gemeinde ihren 150. Geburtstag. Das Projekt „Gemeinsames Wohnen“ hat sie sich selbst geschenkt.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 16:34 Uhr

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