zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 15:31 Uhr

„Beispiel für Energieverschwendung“ : 130.000 Euro: Neue Lüftungsanlage in der Appener Distelkamphalle

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Finanzausschuss: Die Appener Politik will eine neue Lüftungsanlage in der Distelkamphalle installieren. Die Investitionskosten liegen bei 130.000 Euro.

Appen | Hohe Investitionen wägt die Appener Politik normalerweise sorgfältig ab. Doch als es darum ging, etwa 130.000 Euro für die Erneuerung der Lüftungsanlage in der Distelkamphalle zu bewilligen, gab es am Dienstagabend im Appener Finanzausschuss keine langen Diskussionen. Alle Fraktionen sprachen sich im Bürgerhaus dafür aus, die Maßnahme möglichst zügig in Angriff zu nehmen.

„Die Sporthalle ist über die Gemeindegrenzen hinaus ein Beispiel für Energieverschwendung“, sagte Walter Lorenzen (SPD, kleines Foto links). Durch die Erneuerung werde der Energieverbrauch gesenkt, so dass die Gemeinde in etwa fünf Jahren die Ausgaben wieder reinholen könne, stellte Ausschussvorsitzender Hans-Peter Lütje (CDU) fest. Die Ausschreibung müsse schnell erfolgen, damit die Heizung im Winter vernünftig funktioniere, betonte Lütje. Wie prekär die Situation sei, habe die Politik im Frühjahr bei der Einwohnerversammlung in der Distelkamphalle festgestellt, „als eine unerträgliche Hitze herrschte“. Der CDU-Politiker hätte sich gewünscht, dass die Sportler die Fraktionen früher über die Missstände informiert hätten. „Wir können nur reagieren, wenn wir von Problemen etwas erfahren“, so Lütje.

Der Ausschuss sprach sich zudem mit den Stimmen von CDU und SPD dafür aus, ein Ortsentwicklungskonzept in Angriff zu nehmen. Um dieses zu finanzieren, werden im Haushalt 50  000 Euro bereitgestellt. Dank des Konzepts soll Appen sich für die Zukunft fit machen.

Wie weiter vorgegangen wird, berät nun erst einmal ein Arbeitskreis mit jeweils einem Vertreter von CDU, SPD und FDP. Nach Lorenzens Auffassung war die Entscheidung überfällig. „Eine Gemeinde, die keine Planung betreibt, ist eine Gemeinde, in der das Leben irgendwann nicht mehr lebenswert ist“, sagte er. Aufgrund eines fehlenden Konzepts sei in der Vergangheiten zu häufig Stückwerk herausgekommen. Michael Seus (CDU) erklärte, dass nicht alle Wünsche Realität werden können, stellte aber auch fest: „Wer kein Ziel hat, wird auch keins erreichen.“

Die FDP ließ sich von der Großen Koalition in Appen jedoch nicht überzeugen und enthielt sich der Stimme. Die Liberalen bezweifeln, dass ein Ortsentwicklungskonzept wirklich etwas bringt. „Wir sind in zu vielen Bereichen fremdbestimmt“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzende Jutta Kaufmann. (Foto). Die Gemeinde könne sich viel vornehmen. Die Umsetzung scheitere jedoch häufig an Kreis oder Land. Als Beispiel nannte Kaufmann die marode Hauptstraße. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt liegt der Appener Politik schon seit Jahren am Herzen. Da es sich um eine Landstraße handelt und Kiel keine Gelder bereitstellt, sind der Gemeinde allerdings die Hände gebunden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Sep.2016 | 17:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen