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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 17:45 Uhr

Gute Nachrichten : 102 Jahre alte Brücke darf weiter befahren werden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Für das Bauwerk in der Bismarckstraße sind Unterhaltungsmaßnahmen notwendig.

Pinneberg | Gute Nachrichten: Die Schüttenbergbrücke in der Bismarckstraße, 102 Jahre alt, darf weiterhin befahren werden. Das hat eine von der Stadt in Auftrag gegebene Untersuchung ermittelt. Danach befindet sich das Bauwerk in einem ausreichenden Zustand. Für die unter Denkmalschutz stehende Brücke muss die Beschränkung des Verkehrs jedoch auf maximal zwölf Tonnen Belastung bestehen bleiben – punktuell seien auch bis zu 25 Tonnen möglich. Letzteres ist eine wichtige Information, denn zum Fahrplanwechsel soll die Kurzstrecke der Buslinie 594 über die Brücke ins Gewerbegebiet an der Flensburger Straße führen. Für Lkw ist die Brücke jedoch gesperrt.

„Zur Absicherung dieser Bewertung soll ein kurzfristiges Monitoring durchgeführt werden, um die Auswirkung des Busverkehrs auf das Bauwerk zu messen“, teilte Pinnebergs Bauamtsleiter Klaus Stieghorst dem Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend mit. Dazu werde im Rahmen einer mehrtägigen Messung ein Gerät aufgebaut, das die Schwingung der Brücke bei Überfahrt der Busse misst. Die Kosten in Höhe von 500 Euro stehen im Haushalt 2016.

Das Gutachten kommt allerdings auch zu dem Ergebnis, dass kurzfristige und nach Bedarf laufende Unterhaltungsmaßnahmen zwingend notwendig seien und in Kürze durchgeführt werden müssen. Kosten: etwa 10.000 Euro. Auch diese Mittel sind bereits im Etat 2016 vorsorglich eingeplant worden. Zukünftig könnten weitere Maßnahmen zur Schadensbeseitigung erforderlich sein, heißt es im Gutachten. Mittelfristig könnte die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit des Bauwerkes beeinträchtigt sein. Ein genauer Zeitpunkt dafür könne gegenwärtig aber nicht genannt werden.

Der Plan war: Abriss

Ursprünglich sollte die Brücke 2018 abgerissen und für 1,1 Millionen Euro erneuert werden. Die Pläne sind vom Tisch. Im September sammelte eine Bürgerinitiative Stimmen für den Erhalt des Bauwerks, das einst Klaus Groth (1893 - 1979) geplant hatte. Er entwarf auch die alte Kreissparkasse und die Lutherkirche.

Und woher kommt der Name Schüttenbergbrücke? Das Jahrbuch des Kreises Pinneberg aus 2007 weist auf den Syndicus Hans Andreas Schütte hin, zu dessen Deputat die Dünenkette gehörte und selbige in einer Karte als „Schüttenberg“ ausgewiesen war. So lässt sich der Name erklären.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 14:00 Uhr

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