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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 13:09 Uhr

Zukunft des Küchengartens ungewiss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vortrag in der Orangerie wirft die Frage auf, wie es nach der LGS für die Anlage am Schloss weitergeht

Mit dem Vortag „Der Küchengarten Schloss Eutin“ informierte gestern Andrea Stolz in der Orangerie knapp 30 Interessierte über die Geschichte und möglichen Perspektiven des Eutiner Küchengartens. Darüber hinaus sprach die Ingenieurin für Landespflege, die das Bewirtschaftungskonzept des Küchengartens für die Landesgartenschau (LGS) geschrieben hat, auch ganz allgemein über die ursprünglichen Nutzgärten.

„Die Küchengärten erleben zur Zeit eine Renaissance“, erklärte Stolz. Allerdings stehe bei den heutigen Gärten weniger das Obst und das Gemüse im Fokus, sondern der finanzielle Nutzen.

Der Küchengarten in Eutin sei einfach „sehr, sehr groß“, betonte die Landespflegerin gleich mehrmals. „Er ist etwas ganz Besonderes, so etwas gibt es weit und breit nicht, es ist eine ganz besondere Attraktion für Eutin.“ Beim Rundgang mit der Gruppe durch den Garten kam dann auch endlich das Thema zur Sprache, das viele Anwesende brennend interessierte: Wie geht es nach der LGS eigentlich weiter mit dem Küchengarten?

Ein Blick zurück lohnt sich in diesem Fall: Schon lange vor der LGS, im Jahr 2006, fand ein Architektenwettbewerb statt, bei dem es darum ging, das beste Konzept zur „Revitalisierung“ des Eutiner Küchengartens zu finden.

 

In dem Konzept des Gewinner-Teams heißt es: „Die Erarbeitung eines Konzeptes zur Revitalisierung des Eutiner Küchengartens und seiner Gebäude kann unseres Erachtens nur unter grundlegender Beachtung denkmalpflegerischer Prämissen erfolgen. Damit verbunden ist eine gründliche Recherche historischer Bezüge, die Aufnahme zeitentsprechender Gestaltungs- und Bewirtschaftungsprinzipien.“

Vieles davon sei erst im Zuge der Bauarbeiten der LGS umgesetzt worden, erklärte Stolz: „Ohne sie, wären wir jetzt nicht so weit.“ Andererseits sagte sie, dass das Konzept von damals heute „nicht mehr ganz so stimmig“ sei.

Bei diesem Thema wurden auch die Zuhörenden zu Sprechenden: Einige plädierten für ein Garten-Café. Man solle mehr Gastronomie betreiben. Die Fläche vor der Orangerie könne für Veranstaltungen frei gehalten werden – andere fanden hingegen, dass dies zu trostlos aussehe.

Zuständigkeiten müssen geklärt werden, so Stolz: „Es muss eine einheitliche und gute Struktur her, nicht wie bei einem Flickenteppich. Wir müssen gucken, wo das Geld herkommt.“ Auch die Sparkassenstiftung, die ihre Unterstützung bei einem Nachnutzungskonzept der LGS bereits signalisierte, wurde daraufhin zum Thema. Endgültige Erkenntnisse gab es an diesem Abend aber noch nicht.

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