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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 13:41 Uhr

Wie viel Gift ist im Honig? Wissenschaftler präsentieren Werte

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein Jahr später als geplant liegen die Ergebnisse einer Feldstudie über die Konzentration von Pyrrolizidinalkaloiden (PA) in Imkerhonigen aus Schleswig-Holstein vor. Eine öffentliche Präsentation gibt es morgen (17. November) um 19 Uhr im Kuhstall an der Opernscheune.

2015 hatte Matthias Zimmermann, Doktorand des Lehrstuhls für Lebensmittelsicherheit der Tierärztlichen Fakultät München, Honigproben von über 400 Bienenvölkern in Ostholstein genommen. Das Ziel des von der „Interessengemeinschaft Jakobskreuzkraut – Naturschutz ohne Verlierer“ (IG JKK) angeregten und mit einer Spendensammlung unterstützten Feldversuches: Ursachen des PA-Eintrages aufzudecken, der vor allem dem sich rasant ausbreitenden Jakobskreuzkraut zugeschrieben wird, als auch Probleme der Analytik zu benennen.

Eigentlich sollten schon vor einem Jahr Ergebnisse präsentiert werden. Es gab Verzögerungen bei der Justierung eines Massenspektrometers in München.

Morgen soll nun für alle Interessierten die „ersten Ergebnisse“ der Feldstudie vorgestellt werden. Außerdem werden, wie Rainer Korten von der Interessengemeinschaft sagt, erste Grundlagen für eine objektive Risikobeurteilung hinsichtlich einer Gesundheitsgefährdung der Verbraucher präsentiert.

Prof. Dr. Dr. Manfred Gareis von der Ludwig-Maximilian-Universität wird eine Einführung in das Thema geben („Rückstände und Kontaminanten, Gefahren und Risiken“) und Mathias Zimmermann die Untersuchungsergebnisse zum PA-Gehalt in den Honigproben vorstellen. Dr. Christoph Gottschalk, ebenfalls von der Münchner Uni, wird außerdem die analytische Herausforderung und Risikobewertung bei Pyrrolizidinalkaloiden schildern.

Eine anschließende Diskussion soll Dr. Sönke Steffens vom Kreisveterinäramt moderieren. Ihre Teilnahme zugesagt haben auch Dr. Wolf Vogelreuter, Fachdienstleiter Lebensmittelsicherheit des Kreises, sowie Dr. Angela Schulenburg, praktische Tierärztin, Imkerin und Mitglied der Interessengemeinschaft Jakobskreuzkraut.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 13:05 Uhr

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