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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

Werben lohnt: 333 333 LGS-Besucher

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rund 3200 Gäste pro Tag / Angestrebte Besucherzahl von 600 000 wird wohl nicht erreicht / Aber: Langfristig positive Effekte für die Stadt

„Die ergriffenen Marketingmaßnahmen, um die Besucherzahlen der LGS nach oben zu treiben, funktionieren.“ Das war die Botschaft, die LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt und Bürgermeister Carsten Behnk gestern bei der Ehrung des 333  333. Besuchers der Eutiner Gartenschau betonten.

„Ich halte es für illusorisch, dass wir die einst prognostizierte Zahl noch erreichen“, sagt Behnk. Aber: „Auch wenn es betriebswirtschaftlich nicht so ausgeht, wie wir es uns versprochen haben, profitiert Eutin langfristig davon und mit der Stadt die Kaufleute und zukünftige Veranstaltungen.“ Schon heute bekommen Besucher beim Verlassen des Geländes Handzettel mit den Höhepunkten des nächsten Jahres in die Hand gedrückt.

Welche zusätzlichen Maßnahmen sollen die Touristen der Region nach Eutin zur LGS locken? „Wir haben weitere Radiospots geschaltet, in strandnahen Medien geworben und extra einen Familienflyer aufgelegt, der am Strand durch zusätzliche Promotionteams mit dem Maskottchen verteilt wird“, erklärt LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt. Schon jetzt sei deutlich spürbar, dass mehr Familien mit Kindern und Jugendlichen auf dem Gelände unterwegs seien. Auch das Ferienprogramm speziell für Besucher-Kinder (plietsch grün ohne Anmeldung) werde sehr gut angenommen. Rubelt: „Wir haben zur Halbzeit gesagt, dass wir stark an den Zahlen arbeiten müssen. Das sagen und machen wir weiterhin. Und das Schöne: Erste Erfolge sind sichtbar.“ Allein seit der Halbzeit kommen rund 900 Besucher mehr am Tag, was die Verantwortlichen dem Erfolg der Werbemaßnahmen zuschreiben. Einen zusätzlichen Erfolg versprechen sich Behnk und Rubelt von der Werbung in luftiger Höhe: „Wir werden noch ein Flugzeug steigen lassen, das über die Küstenregion fliegt. Wir müssen einfach den Strandurlaubern deutlich machen, dass es in diesem Jahr ein Ausflugsziel mehr gibt und zwar bei uns“, betont Behnk.

Dass das „Produkt Landesgartenschau“ die Besucher zufrieden stellt, die Qualität stimmt, und die Besucher sogar zu einem hohen Prozentsatz in die Stadt wiederkommen wollen, zeigten die beiden Befragungen, so Rubelt. In den Aufsichtsratssitzungen, denen jetzt Carsten Behnk als neuer Bürgermeister vorsitzt, seien die Marketingkampagnen das vorherrschende Thema gewesen. „Die Besucherzahlen sind nicht so, wie sie uns das Unternehmen prognostiziert hat. Aber das kleine LGS-Team leistet eine hervorragende Arbeit. Was im Managementbereich getan werden kann, um die Zahl zu steigern, wird getan, und ich freue mich jetzt über die Erfolge“, sagt Behnk.

Im Schnitt kommen laut Rubelt derzeit 3200 Gäste am Tag auf das Gelände, an Spitzentagen waren es zwischen 6500 und rund 7000. Doch für das Wetter könne keiner etwas. „Die Landesgartenschau ist Teil einer Gesamtstrategie und so muss sie letztlich auch bewertet werden“, sagt Rubelt. Und Behnk fügt hinzu: „Man muss auch sehen, dass wir die ersten in der Region sind, die hier so eine große Veranstaltung machen. Wir können das gar nicht mit Bayern vergleichen, die haben viel mehr Hinterland.“

Die geehrte Hamburger Familie, die derzeit in Heiligenhafen Urlaub macht, war sichtlich überrascht und freute sich über den Gartenschau-Präsentkorb samt Blumen. Es sei nicht ihr erster Eutin-Ausflug, da der Vater ihres Mannes in der Stadt lebt – „aber der erste Besuch auf der Landesgartenschau“, sagt Christine Desimeier.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 00:50 Uhr

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