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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 02:19 Uhr

Wenn Demente das Weite suchen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Elisabeth-Krankenhaus und Polizei haben ein Flugblatt mit Informationen zur Prävention und zum richtigen Handeln entwickelt

Der Drang zum Weglaufen und Orientierungslosigkeit sind häufig Begleiter einer Demenz. Für viele Patienten sind solche „Ausflüge“ mit Lebensgefahr verbunden, manche enden tödlich. Das Sankt-Elisabeth-Krankenhaus Eutin kennt dieses Problem, und bei der Polizei wächst die Zahl der Vermisstenmeldungen. Vor diesem Hintergrund haben Kriminaloberkommissar Jürgen Gertz von der Präventionsstelle der Polizeidirektion Lübeck sowie der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Hartmut Niefer, und der Demenzbeauftragte Jochen Gust gemeinsam ein Informationsblatt entwickelt. Dieses trägt den Titel „Im Vermisstenfall“ und steht im Elisabeth-Krankenhaus sowie in allen acht Polizeidirektionen zur Verfügung. Außerdem werden die von der Polizei ehrenamtlich eingesetzten „Sicherheitsberater für Senioren“ die Blätter bei ihren Veranstaltungen verteilen.

Das Faltblatt enthält konzentriert Informationen über das Vermeiden von Vermisstenfällen bei Demenz, Handlungsempfehlungen im Fall des Falles. Außerdem gibt es die Möglichkeit, präventiv eine Personenbeschreibung einzutragen, die der Polizei zur Verfügung gestellt werden kann. Das Elisabeth-Krankenhaus ist ein Fachkrankenhaus für Innere Medizin mit 93 Planbetten mit den Fachabteilung Geriatrie (Altersmedizin) sowie Innere Medizin/Palliativmedizin. Es hat Schleswig-Holstein größtes Palliativzentrum mit 14 Betten und eine angebundene spezialisierten palliativen Versorgungsstruktur (SAPV). Im Geriatriezentrum werden Patienten aus anderen Kliniken weiterbehandelt und auch unmittelbar direkt aus dem häuslichen Bereich aufgenommen. Auch besteht die Möglichkeit, in der angeschlossenen Tagesklinik mit zwölf Plätzen sowohl teilstationäre als auch ambulante Behandlung im Bereich der Altersmedizin in Anspruch zu nehmen. Das Geriatriezentrum verfügt über eine ausgewiesene Station für demenziell erkrankte Patienten, die spezielle Angebote im Rahmen einer somatischen Akutbehandlung erhalten sowie über einen besonderen Schwerpunkt der Delir-Therapie.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 11:59 Uhr

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