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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 14:48 Uhr

Weniger Straftaten im Kreis Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Thomas Bauchrowitz ist zufrieden: „Der Kreis Plön weist die niedrigste Kriminalitätsbelastung in ganz Schleswig-Holstein auf.“

Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten im Kreis Plön um 7,9 Prozent reduziert. Insgesamt wurden 5850 Straftaten bekannt, teilte die Polizeidirektion Kiel in ihrer Kriminalstatistik für den Kreis Plön mit. Die Aufklärungsquote liegt mit 47,6 Prozent etwas unter dem Wert des Vorjahres (48,2 Prozent).

„Der Kreis Plön weist die niedrigste Kriminalitätsbelastung in ganz Schleswig-Holstein auf und hält lediglich einen Anteil von 2,89 Prozent an der Gesamtkriminalität im Land“, freute sich Behördenleiter Thomas Bauchrowitz. Im Zehn-Jahres-Vergleich hätten sich die angezeigten Straftaten im Kreis Plön um 22,05 Prozent reduziert.

„Der Kreis Plön gilt demnach als der sicherste im ganzen Land“, bilanzierte Bauchrowitz. Erfreulich sei der weitere Rückgang der Rohheitsdelikte im Kreis Plön um 14,16 Prozent. Die Anzahl der Raubtaten habe sich von 22 auf 18 Fälle reduziert. Auch im Bereich der Körperverletzungen sei ein Rückgang von 706 auf 623 Taten zu verzeichnen. Bauchrowitz: „Insgesamt betrachtet bedeuten diese Zahlen die niedrigsten der vergangenen zehn Jahre.“

„Der Bereich der Wohnungseinbruchskriminalität ist ein definierter Schwerpunkt polizeilicher Aktivitäten", gibt der leitende Kriminaldirektor an. Dennoch habe es hier einen leichten Anstieg von 298 auf 307 Taten gegeben. „Dieser Anstieg ist sowohl landes- als auch bundesweit zu beobachten - im Kreis Plön allerdings deutlich geringer als im Landestrend", so Thomas Bauchrowitz. Besonders betroffen sei das direkte Kieler Umland. Diese Entwicklung sei nach der Festnahme einer Tätergruppierung aus dem Kreis Plön aktuell deutlich rückläufig.

Ermittelte Tatverdächtige: Insgesamt seien im vergangenen Jahr 2238 überwiegend männliche Tatverdächtige (76 Prozent) durch die Polizisten im Kreis Plön ermittelt worden. Knapp ein Drittel von ihnen sei bereits polizeibekannt gewesen. Jugendliche und Heranwachsende, die zusammengefasst 7,75 Prozent der Bevölkerung im Kreis Plön ausmachten, seien für 23,57 Prozent der Straftaten verantwortlich.

Mit 42,39 Prozent hätten Diebstahlsdelikte erneut den größten Anteil an den bekannt gewordenen Straftaten im Kreisgebiet. Die Zahl der Wohnungseinbrüche habe sich um neun Fälle auf 307 erhöht.

Mit 995 bekannt gewordenen Fällen nehmen die Vermögens- und Fälschungsdelikte 17,01 Prozent an der Gesamtkriminalität im Kreis Plön ein. Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die Taten aus diesem Deliktbereich um 31 (3,2 Prozent) erhöht. Der Anteil der Taten unter Einsatz des Internets steige stetig.

Eine Reduzierung von 14,2 Prozent sei im Bereich der Rohheitsdelikte erreicht worden. Damit sei der niedrigste Wert der letzten sieben Jahre erreicht worden. Die Anzahl der Raubtaten sei von 22 auf 18 gesunken, auch dies sei der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Die Anzahl der bekannt gewordenen Körperverletzungen sei von 706 auf 632 stark gesunken.

Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten mit Bezug zum Betäubungsmittelgesetz sowie direkter Beschaffungskriminalität habe sich auf 240 Taten erhöht, 74 mehr als im Vorjahr. 112 der Anzeigen stehen in Zusammenhang mit Cannabisprodukten.

Der erneute Rückgang der angezeigten Straftaten bedeutet allerdings keine Arbeitsreduzierung der Polizeibeamten im Kreis Plön. Die Regionalleitstelle habe 2015 etwa 18  000 Einsätze im Kreisgebiet koordiniert. Hinzu kamen über 300 geschlossene Einsätze (Fußball, Demonstrationen, G7, Flüchtlinge usw.) im gesamten Direktionsbereich, bei denen für die Polizisten aus Kiel und dem Kreis Plön - außerhalb des täglichen Reaktionsdienstes - nahezu 73  000 Einsatzstunden anfielen.

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erstellt am 10.Mai.2016 | 21:06 Uhr

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