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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 01:19 Uhr

Malente : Weitere Amtszeit für Wehrführer Bernd Wulff

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der 54-Jährige Chef der Timmdorfer Feuerwehr geht in seine vierte Amtszeit.

Bernd Wulff bleibt Chef der Freiwilligen Feuerwehr Timmdorf. 19 anwesende Aktive bestätigten den 54-jährigen Betriebshandwerker am Freitagabend bei der Jahresversammlung im Landgasthof Kasch einstimmig im Amt. Wulff geht damit nach 18 Jahren an der Spitze der 1922 gegründeten Wehr mit ihren 24 Aktiven, fünf Ehrenmitgliedern und 125 fördernden Mitgliedern in seine vierte Amtszeit.

Für Heiterkeit in der knapp 70-köpfigen Versammlung, zu der neben Bürgervorsteher Rainer Geerdts, Bürgermeister Michael Koch und Gemeindewehrführer Bernd Penter auch mehrere Gemeindevertreter gehörten, sorgte die Frage des Wahlleiters an den Gewählten, ob er die Wahl annehme – war es in diesem Fall doch eine Frage des Sohns an den Vater: Dennis Wulff ist stellvertretender Wehrführer. Ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt wurde Schriftführer Karl Heinz Mieczkowski.

Der scheidende Bürgermeister Koch dankte Wulff für dessen 18-jähriges Engagement. „Sie sind ein Garant der Sicherheit für die Bürger in der Gemeinde Malente.“ Gemeindewehrführer Penter freute sich nicht nur, dass die Wehr ihre Einsatzstärke gegenüber dem Vorjahr gehalten habe, sondern lobte auch den hohen Frauenanteil unter den Aktiven, der bei gut einem Fünftel liege.

16 Mal rückte die Wehr 2015 aus, berichtete Wulff, darunter waren zahlreiche Unwettereinsätze, bei denen Bäume oder Äste beseitigt oder Keller leergepumpt wurden. Viermal kam die Wehr benachbarten Wehren bei Löscheinsätzen zur Hilfe, darunter am 28. September bei einem Schwelbrand in der Curtius-Klinik. Am 1. Weihnachtstag rückte die Wehr in die Dorfstraße aus, nachdem Feuerwehrmann Ingo Lammert dort gegen 20 Uhr den Alarm eines Rauchmelders bemerkt hatte. Die Feuerwehr beseitigte die Ursache des Alarms: angebranntes Essen auf dem Herd.

Etwas kurios verlief am 10. April eine Übung in einem Gebäude auf der Seekoppel. Weil kurz vor dem Alarm der Strom ausfiel, gingen weder die Sirene noch die von Wulff eigens aufgebaute Nebelmaschine, die ein verrauchtes Untergeschoss simulieren sollte. Die Wehr wurden über die Melder trotzdem alarmiert und bewältigten die Übung auch ohne Nebel.

Zwei kritische Punkte merkte Wulff zum Abschluss der Versammlung an: Zum einen sei der Zugang zum Wasser auf der Seekoppel nur ganz schwer möglich. Trotz Absprachen mit dem Bauhof sei hier seit 2013 nichts passiert. Unzufrieden zeigte sich Wulff auch mit der Wartezeit auf eine Baugenehmung für ein Carport am Gerätehaus. Hier solle im Winter das Rettungsboot untergestellt werden. Auf Vorschläge der Wehr, wo das Boot anderweitig kostenpflichtig untergestellt werden könnte, habe das Rathaus leider nicht reagiert.

Mit einer Ehrenspange für 30-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Reinhardt Sternberg ausgezeichnet. Kassenwart Björn Meß wurde von Wulff und Penter zum Löschmeister befördert.

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erstellt am 09.Jan.2016 | 22:14 Uhr

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