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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 13:52 Uhr

Wechselhaftes Berlin-Wochenende für die „Beach Boys“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In der Eishockey-Oberliga kassierte der EHC Timmendorf gegen das bislang sieglose FASS Berlin eine 5:9(1:3, 3:3, 1:3)-Pleite und zeigte zwei Tage später bei den Preussen Berlin ein anderes Gesicht. Trotz eines Mini-Kaders gewannen die Timmendorfer in der Hauptstadt überraschend mit 2:1(0:0, 1:0, 1:1) Toren.

EHCT-Trainer musste mit den verletzten oder verhinderten Patrick Saggau, Tjalf Caesar, Jesper Delfs, Kenneth Schnabel und Paul Paepke gleich auf fünf Spieler verzichten. Dennoch kamen die Beach Boys gut in die Partie und gingen durch Dominic Steck in der sechsten Minute in Führung. Dieser Treffer gab jedoch keine Sicherheit – im Gegenteil. FASS Berlin wurde immer stärker, während sich die Heimmannschaft zum Teil haarsträubende Fehler erlaubte. Die nutzten die Gäste clever aus und drehten das Ergebnis bis zur ersten Pause auf 1:3.

Im zweiten Drittel sah es zunächst so aus, als fänden die Timmendorfer in die Erfolgsspurt. Nach dem Anschlusstreffer von Jason Horst schaffte Maximilian Spöttel in der 28. Minute das 3:3. Eine Minute später schickte Denis Akimoto den schnellen Gianluca Balla mit einem Traumpass auf die Reise. Der junge Stürmer tanzte den Berliner Schlussmann aus und vollendete in bester Torjägermanier zum 4:3. Doch keine 60 Sekunden später antworteten die Gäste mit dem Ausgleich. In der Folgezeit lief bei den Gastgebern nichts mehr zusammen. Im Spielaufbau viel zu langsam und ungenau und in der Defensive unkonzentriert. FASS Berlin hatte nun leichtes Spiel und nutzte zwei Chancen zum 4:6 nach 40 Minuten. Als zu Beginn des Schlussabschnittes FASS auf 7:4 erhöhte war die Partie entschieden. Balla gelang mit seinem zweiten Tor zwar das 5:7, doch in der Schlussphase erhöhten die Gäste mühelos auf 9:5.

„Ich habe vor den Berlinern gewarnt. Aber wir hatten heute einige Totalausfälle und haben viele Geschenke verteilt. Wir können in dieser Liga nur mit einer vollständigen Mannschaft mithalten. Die vielen Ausfälle können wir nicht kompensieren, zumal einige Spieler heute angeschlagen aufgelaufen sind“, sagte der restlos enttäuschte Dave Rich.

Bei den Preussen Berlin traten die Timmendorfer nur mit einem Rumpfkader von zwölf Feldspielern an, da sich kurzfristig auch Max Grassi und Tim May krank abgemeldet hatten. Trotzdem zeigten die „Beach Boys“ eine überragende kämpferische Leistung. Die Heimmannschaft war zwar überlegen und hatte mit 47 zu 30 mehr Schüsse aufs Tor, doch die Timmendorfer spielten diszipliniert und hatten mit Goalie Jordi Buchholz den überragenden Mann in ihren Reihen. Die Beach Boys agierten defensiv und lauerten auf Konterchancen. Nach dem torlosen ersten Drittel erzielte Tauno Zobel in der 33. Minute die Führung für die Gäste. Preussen antwortete mit wütenden Angriffen und schaffte zu Beginn des letzten Drittels den Ausgleich. Die Entscheidung fiel sieben Minuten vor der Schlusssirene, als Dominic Steck das 2:1 gelang.

„Wir hatten heute auch etwas Glück auf unserer Seite. Aber Hut ab vor der Leistung meiner Spieler. Sie haben das heute perfekt gemacht“, lobte Dave Rich.

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erstellt am 23.Okt.2016 | 20:51 Uhr

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