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Ostholsteiner Anzeiger

31. Oktober 2014 | 05:00 Uhr

Wanderfalke stoppt Fällarbeiten

vom

Zum Schutz der Brut untersagt Kreisverwaltung Aktivitäten am Bungsberg

Schönwalde | Für die Menschen soll der Bungsberg erst wieder zum Besuchsziel aufgewertet werden. Gefiederte Gäste haben die höchste Erhebung im Land bereits jetzt als lebenswerten Ort für sich entdeckt: Es handelt sich um ein Wanderfalkenpaar, dass unterhalb der oberen Plattform des Fernsehturmes Quartier bezogen hat und dort seine Jungen aufziehen wird.

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Dieser Brutplatz hat allerdings, wie Schönwaldes Bürgermeister Hans Alfred Plötner im Bauausschuss berichtete, direkte Folgen für das Vorhaben, den Bungsberg attraktiver zu machen. Demnach hat die Kreisverwaltung zunächst bis August weitere Aktivitäten dort untersagt. Dies soll mögliche Störungen des Brutgeschäftes verhindern.

Zu Bauverzögerungen sollte es dadurch aber nicht kommen, heißt es aus dem Amt Ostholstein-Mitte. Nachdem der Abriss der ehemaligen Gaststätte bereits abgeschlossen worden sei, seien von der Kreis-Verfügung lediglich geplante Baumfällarbeiten betroffen. Die aber seien, anders als bei Knicks, im Wald auch im Sommer noch möglich. Bevor überhaupt Baumaßnahmen dort erfolgen könnten, müsse die Gemeinde Schönwalde zunächst die Bauleitplanung für das Gebiet abschließen, sagte der Leitende Verwaltungsbeamte Dirk Brunhöber.

Seit 1968 galt der Wanderfalke in Schleswig-Holstein als ausgestorben, fasst seit Mitte der 90er Jahre wieder Fuß. Orte wie der Fernmeldeturm sind dabei keine ungewöhnlichen Domizile. Die Kernkraftwerke Brunsbüttel und Brokdorf gelten in der Wanderfalken-Szene als günstige Beobachtungsorte während der Balz- und Brutzeit. Weitere Vorkommen gibt es im Naturschutzgebiet "Kleiner Binnensee" bei Hohwacht. Auch am Bungsberg haben Vogelkenner Wanderfalken schon in den zurückliegenden Jahren als Brutpaare ausgemacht.

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erstellt am 31.Mrz.2012 | 08:35 Uhr

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