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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 08:51 Uhr

Von Erna-Zentrum bis Elektrosäule

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vorstand der Aktivregion beschäftigte sich mit neuen Förderprojekten / Geld für Bauhof in Ascheberg und Musikerziehung bewilligt

Ein Bildungszentrum des Vereines „Erlebnis Natur“ (Erna), ein Netz von Ladesäulen für Elektroautos, Hilfe für den Malenter Verein „Bürgerbus“ und ein Projekt der kommunalen Zusammenarbeit wurden jüngst in einer Vorstandssitzung der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz erörtert. Die Entscheidung über eine Förderung der jeweiligen Projekte soll aber erst nach weiterer Beratung erfolgen, in dieser Sitzung im Malenter Haus des Kurgastes ging es um die Vorstellung der Projekte.

Die Zustimmung der Stadt Eutin zum Bau eines Bildungszentrums in Nachbarschaft zum Tierheim hat Dr. Werner Sach vom Verein Erna seit Oktober 2015. Bei geschätzten Gesamtkosten von 150  000 Euro für ein Holzhaus, das für Schulungen sowie die Lagerung von Material dienen und Sanitärräume enthalten soll, rechnet der Verein mit 75  000 Euro Zuschuss von der NDR-Sendung Umweltbingo. 50  000 Euro will Erna selbst aufbringen, bei den fehlenden 25  000 Euro setzt der Verein auf die Aktivregion.

Um 60  000 Euro geht es bei einem Projekt der Stadtwerke Eutin (SWE), das Alexander Baumgärtner und Mathias Voß vorstellten: Neben drei Ladesäulen für Elektroautos in Eutin und einer am Plöner Bootshafen soll an fünf weiteren Orten die Möglichkeit geschaffen werden, die Batterien für Elektroautos aufzuladen: Das Konzept sieht zwei Ladesäulen in Malente sowie jeweils eine in Kasseedorf, Schönwalde, Süsel und Bosau vor. An jeder Säule können zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden.

Verdienen könne man mit diesen Säulen, die pro Stück etwa 8500 Euro (Kauf und Aufstellung) kosteten, auf absehbare Zeit nichts, hieß es. Deshalb hoffen die Stadtwerke auf Unterstützung durch die Aktivregion.

Die Wünsche des Vereines Bürgerbus Malente trug Michael Winkel vor: Zum einen fehlt Geld für die Beschilderung vor gut 50 bestehenden und zusätzlich geplanten Haltestellen. Außerdem sollen die ehrenamtlichen Fahrer einen Personenbeförderungsschein erwerben.

Das vierte beratene Pro-jekt ist ein Kind der Aktivregion selbst, für das Geschäftsführer Günter Möller warb. Mit einem „Masterplan Daseinsvorsorge“ soll, wie es in anderen Regionen vorgemacht wurde, die Zusammenarbeit von Kommunen zur gemeinsamen Bewältigung von Aufgaben, die sich vor allem aus dem demografischen Wandel ergeben, befördert werden. Außerdem stimmte der Vorstand jeweils einstimmig auch einer Finanzierung von drei Projekten zu: Gefördert wird ein Ausgleichskonzept des Kreises bei Naturschutzflächen (wir berichteten bereits), außerdem mit bis zu 100  000 Euro der Bau eines Bauhofes in Ascheberg, den die Gemeinde und der 69 Mitgliedskommunen zählende Verband zur Unterhaltung von Schwarzdecken im Kreis Plön gemeinsam nutzen wollen. Weiter gehört die Aktivregion zu insgesamt fünf Aktivregionen, die ein Bildungsprojekt der Stiftung Jevita mit dem Namen „musiculum mobil“ fördern und sich etwas mehr als 100  000 Euro Zuschuss teilen. Es geht dabei um pädagogisches Personal, das mit einem Fahrzeug sowie Instrumenten und Material zum Experimentieren für Kinder von vier bis sechs Jahren unterwegs ist und Kindergärten besuchen soll.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 14:06 Uhr

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