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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 13:37 Uhr

Vom Seepark zum Bürgerpark

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wie geht es weiter mit den Beeten? Bei einer Begehung des LGS-Geländes gab Bernd Rubelt gestern einen Ausblick auf das, was bleibt

„Im Grunde bleibt alles, bis auf die holzumfassten Beete und die Hängematten im Seepark, und die Beete an den Bäumen der Stadtbucht“, fasste Bernd Rubelt gestern am Ende der Begehung des LGS-Geländes westlich des Schlosses zusammen. 60 Ehrenamtler und Neu-Interessierte waren gekommen, um sich durch den Bauamtsleiter über die Zukunft der Grünanlagen informieren zu lassen. „Wir wollen uns engagieren“, sagte Helga Tietjen, „wir haben einen so schönen Sommer auf der LGS erlebt, da muss man doch was tun.“

Beide Blumenbeete zwischen der Gastronomie am Schlosseingang und der Seepromenade blieben dauerhaft erhalten, versprach Rubelt. Dort, wo bisher der Souvenirstand angesiedelt war, soll eine Rasenfläche entstehen. Als temporäre Anlage konzipiert sind die Beete um die Bäume an der Seepromenade. „Wenn es aber den Vorschlag gibt, diese Beete zu erhalten und zu pflegen, werden wir das mit dem Fördergeber abstimmen.“ Sollten die Beete bleiben, müsse die Stadt für 25 Jahre die Verantwortung dafür übernehmen.

Beim Rundgang durch den Seepark zeigte Bernd Rubelt den Teilnehmern mit den holzumfassten Beeten entlang der Sichtachsen jene Anlagen, die beseitigt werden. „Die Beete mit den Staudenanpflanzungen bleiben aber und müssen entsprechend gepflegt werden“, sagte Rubelt. Zudem wolle sich der Bauamtsleiter für eine Parkordnung stark machen. Auf die Frage einer Besucherin nach einer öffentlichen Toilette im Umfeld der Spielgeräte nannte Rubelt zunächst die sanitären Einrichtungen im Haus des Gastes sowie im Bootshaus, räumte aber auch ein: „Wir sind da auf der Suche nach Lösungen.“

Das dauerhaft angelegte Spieleband und seine Nähe zum Seglerverein könne zukünftig durchaus fruchtbar sein, erklärte Rubelt: „Wir werden mit dem Verein zusammenarbeiten und Ideen aktivieren, diese Nähe zu nutzen.“ Als Rückzugsbereich des Seeparks dient weiterhin der Erlenbruch in der Fissauer Bucht für Mensch wie Tier. „Das natürliche Umfeld wird bleiben. Das soll ein Kontrast zu den anderen Bereichen sein“, sagte der LGS-Geschäftsführer. Vor allem die Rhododendren-Beete des Seeparks seien der repräsentative Bereich der Gartenschau: „Die waren im Mai der Star im Seepark“, erinnert sich Bernd Rubelt. Gerade nach der Blüte erforderten die Beete höhere Aufmerksamkeit.

„Der Park lebt davon, dass ihn Menschen erhalten wollen“, apellierte Rubelt an seine Zuhörer. Der Förderverein biete eine gute Basis, um das grüne Gelände weiterleben zu lassen. „Wir brauchen jeden, der helfen will. Nicht nur Geld ist wichtig, sondern auch Zeitspenden und Menschen, die Verantwortung übernehmen“, so Bernd Rubelt. „Was ist besser, als wenn sich Bürger für das Fortbestehen eines Bürgerparks einsetzen?“ Die Stadt, versicherte er, werde den ehrenamtlich Tätigen mit Material und Budget zur Seite stehen, „nur Menschen engagieren können wir nicht.“ Sich im Verein zusammenzufinden, hielt Rubelt auf Nachfrage einer LGS-Ehrenamtlerin für die ideale Lösung, sich zu organisieren: „Der Förderverein ist freier, denn er entkoppelt sich von unseren bisherigen Strukturen.“

Wie die Pflege der Beete zukünftig aussehen soll, werde nun nach und nach erarbeitet werden. „Der erste Schritt ist das Gespräch mit dem Fördergeber, dann kommt die Politik und dann sprechen wir uns wieder“, kündigte Bernd Rubelt an. Für den November visierte der Bauamtsleiter ein weiteres Treffen an, bei dem die freiwilligen Helfer auf genauere Informationen hoffen könnten. Ansprechpartnerin für Interessierte ist Rathausmitarbeiterin Sabrina Hilpert unter Tel. 04521  /  793  323.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 11:55 Uhr

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