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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 13:15 Uhr

Vom Kohleofen hin zum modernen Brennwertkessel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Firma Sperling in Malente feiert dieses Wochenende in der Lütjenburger Straße ihren 50. Geburtstag / Chef ist stolz auf Mitarbeiter

Die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten, die sich eigentlich immer weiter auseinander entwickelten, war das Thema im April 1966. Politiker warnten vor allzu großen Illusionen. Genau in dieser Zeit gründete der Heizungs- und Lüftungsbauingenieur Günter Sperling in Malente sein Unternehmen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Die 1990 dann doch erfolgte Wiedervereinigung sollte zu einer Erfolgsgeschichte auch für die Firma Sperling werden.

Nach Studium an der Uni Köln verschlug es Günter Sperling als jungen Diplom-Ingenieur nach Kiel. Dort lernte er seine spätere Ehefrau Ingrid aus Malente kennen. Anschließend war er beim Landesbauamt Neustadt verantwortlich tätig, um sich dann in Malente am 12. April 1966 selbstständig zu machen. Er gründete die Firma „ Günter Sperling Heizung und Sanitär“ mit Sitz in Malente am Bergenholz 22. Seine Ehefrau Ingrid unterstütze ihn von Anfang an.

Das erste Lieferfahrzeug war ein Tempo-Matador für 500 DM. Dafür war ein Schlüssel nicht erforderlich, weil es sich mit jedem Nagel starten ließ. Einer der ersten Mitarbeiter Günther Sperlings war der Heizungsbauer Ludwig Horwege. Dessen Sohn Holger ist heute Mitarbeiter in der Firma Sperling und schließt damit den Kreis.

1971 zog die Firma Sperling vom Bergenholz in den Neubau Lütjenburger Straße 82 um. Die Belegschaft wuchs schnell auf 25 Mitarbeiter in Büro, Lager und Außendienst. Das Rechnungswesen lag stets in der Hand der Ehefrau Ingrid.

Der Sohn Wolf Sperling trat am 1. August 1976 als Lehrling zum technischen Zeichner in das Unternehmen seines Vaters an. Nach Ableistung der Wehrdienstzeit begann eine weitere umfangreiche Ausbildung im elterlichen Betrieb mit vielen Fachlehrgängen. Die Meisterprüfungen als Zentralheizungs- und Lüftungsbauer legte er 1990 mit
Auszeichnung, wie auch für Gas- und Wasser 1992 ab.
  Mit der Wiedervereinigung wurde ein weiterer Betrieb 1991 im Raum Schwerin gegründet, in dem teilweise bis zu 40 Mitarbeiter beschäftigt waren. Etwa zehn Jahre später zog sich Günter Sperling aus dem dortigen Betrieb zurück und verkaufte ihn.

1995 wurde das Geschäftshaus in der Lütjenburger Straße 102 gekauft und umgebaut. 1997 erfolgte der Umzug von der Lütjenburger Straße 82. Der Betrieb ist heute noch Firmensitz und Wirkungsstätte für rund 30 Mitarbeiter. Nach dem Umzug erfolgten der Umbau und die Aufstockung des Gebäudes. Es entstand eine moderne Bäderwelt mit Ausstellungsräumen, sowie einer „Energiewelt“-Ausstellung mit Solaranlagen und modernen Heizkesseln.

Der Seniorchef Günter Sperling verstarb im Jahre 2013. Firmenchef Wolf Sperling blickt positiv in die Zukunft, weil die Heizungsanlagen immer moderner und umweltfreundlicher werden. So würden die Klimaschutzziele erreicht. Stolz zeigt Wolf Sperling auf seine Mitarbeiter, die alle Facetten des modernen Anlagenbaus in der Region vorzüglich bedienen.  

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erstellt am 06.Sep.2016 | 11:16 Uhr

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