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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 11:52 Uhr

„Viele Bürger-Wünsche umgesetzt“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Tag der Städtebauförderung“: Geführter Rundgang durch Eutin zeigte den Teilnehmern Ergebnisse der Stadtsanierung

Sie sind stolz auf das, was in Eutin im vergangenen Jahr gebaut und gestaltet wurde. Und das wollten Bauamtsleiter Bernd Rubelt und Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt am vergangenen Sonnabend beim „Tag der Städtebauförderung“ auch zeigen. Rund 20 Interessierte führten sie erst vom Bahnhof durch die Peterstraße und anschließend durch die neu gestaltete Stadtbucht.

Der Bahnhof bildete nicht nur den Auftakt der Tour, sondern war auch der Beginn der Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt, erinnerte Rubelt an den Kauf des Gebäudes im Jahr 2013. Intensive Diskussionen habe es über die Neugestaltung des Areals gegeben – und sie hörten auch bei der Führung nicht auf. Etwa darüber, wie grün der Platz gestaltet werden soll. „Es ist wichtig, dass der Platz und das Gebäude ihre Wirkung bekommen“, erklärte Rubelt. Zumindest bis Ende der Herbstferien werden mehrere große Geranientürme vor dem Haupteingang stehen.

Dass nicht alles immer so umgesetzt werden kann, wie die Planer es sich ursprünglich dachten, wurde nicht nur an der geplanten Treppe neben dem Telekomgebäude deutlich (deren Baustelle demnächst ähnlich wie die Voßhaus-Ruine mit Planen verdeckt werden soll). Auch der Eingang zum Bahnhof sollte ursprünglich durch eine breite Rampe gestaltet werden – da aber spielte der Denkmalschutz nicht mit. „Der historische Sockel des Gebäudes musste sichtbar bleiben“, erläuterte Rubelt.

Ursprünglich nicht in den Entwürfen waren auch die leicht geschwungenen Geländer am Weg vom Schloss hinunter in die Stadtbucht. Denn diese Rampe hat kaum sichtbare Absätze. Diese „Ruhepodeste“, wie Ralf Johanning, Bauleiter bei A  24, sie nannte, seien eine bauliche Auflage gewesen.

Generell sei bei der Gestaltung der Gartenschau vieles umgesetzt worden, was die Bürger sich in den Beteiligungsveranstaltungen gewünscht hätten, so Rubelt. Beispielsweise den Erhalt der Meerjungfrau in der Stadtbucht, die um einige Meter versetzt werden musste. Dazu musste nicht nur der Stein der Dame angebohrt und eine Stahlrohrgründung gebaut werden, es musste auch noch einmal der Kampfmittelräumdienst den Uferbereich untersuchen. „Die Ingenieure hatten viel Spaß damit“, so Rubelts Kommentar. Auch die Spielflächen im Seepark und der Badestrand entstanden auf Anregungen aus der Bevölkerung.

Wichtig bei der Gestaltung seien auch immer die Sichtachsen zum Wasser gewesen, erklärte Rubelt. „Vor drei Jahren war das Wasser vom Schloss aus nicht zu sehen“, erinnerte er. Und auch im Seepark wurden die Wege laut Johanning wie „ein markantes X, das wie ein Finger auf den See zeigt“ angelegt.

Noch ist die Umgestaltung Eutins längst nicht fertig. In den kommenden Jahren wird nicht nur die Peterstraße umgebaut, sondern auch der Bahnhof weiter saniert. Themen für die kommenden „Tage der Städtebauförderung“ gibt es also reichlich.

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erstellt am 22.Mai.2016 | 15:05 Uhr

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