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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 21:42 Uhr

Schönwalde : Vertrag ohne Unterschriften

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die künftige Nutzung des Bungsberges ist mit den Eigentümern der Fläche noch nicht schriftlich geregelt

Unter der Moderation des ehemaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen war es im September zu einer Einigung mit der Eigentümerfamilie Schnoor über die künftige Nutzung des Bungsberges gekommen. Ein entsprechender Vertrag ist aber noch nicht geschlossen worden. Der Zweckverband Bungsberg beriet Montag einen Entwurf in nicht öffentlicher Sitzung. Zur Unterschrift wird es jedoch noch nicht kommen: Einzelne Passagen sollen noch neu verhandelt werden, hieß es.

Offen bleibt die Frage, wer den Skilift, der der Gemeinde gehört, künftig betreiben soll. Die Suche nach einem Betreiber blieb bislang ergebnislos.

Einen Haushalt mit 133  500 Euro verabschiedeten die Mitglieder der Verbandsversammlung einstimmig. Darin stehen Pachteinnahmen von 98  200 Euro im Wesentlichen die Abschreibungen für die neuen Gebäude über 46  400 Euro sowie 58  000 Euro Zinsen gegenüber. Während das Bildungsspaßgebäude mehr als kostendeckend betrieben wird, decken die Pachteinnahmen die Kosten der Waldschänke nicht. Zum Ausgleich des Haushaltes zahlen der Kreis und die Gemeinde Schönwalde jeweils 4200 Euro Verbandsumlage. Über drei Hinweisschildern zum Gipfel des Bungsberges, für die 5000 Euro im Haushalt vorgesehen sind, soll erst nach der Sanierung des Elisabethturmes beraten werden. Grund ist die geplante Neugestaltung des Zugangs zum Fernmeldeturm und dessen Aussichtsplattform. Dort war ein Gletschertor aus Spritzbeton geplant, das auf die Entstehungsgeschichte des Bungsberges während der Eiszeiten hinweisen sollte.

Von diesem Plan sei man inzwischen abgerückt, sagte Jörg Schumacher von der Sparkassenstiftung Ostholstein: „Es gibt nicht wenige Stimmen dagegen. Dieses Tor erinnert sehr an einen Freizeitpark, was wir ja nicht sein wollen.“ Man sollte sich lieber auf eine ansprechende Gestaltung der Flächen bei gleichzeitiger Trennung von Fußgänger- und Fahrzeugverkehr konzentrieren.

Kuriosität am Rande: Zum Ende des sechsten Geschäftsjahres genehmigte
der Zweckverband den ersten vorliegenden Jahresabschluss: Er stammt aus dem Gründungsjahr 2011, umfasst drei Buchungen und hat einen Fehlbetrag von 241,91 Euro. Für den Bau der Gebäude wurden in den Jahren danach fast zwei Millionen Euro Kredite aufgenommen.



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erstellt am 29.Nov.2016 | 14:46 Uhr

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