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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 12:38 Uhr

Unterricht einmal anders

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Projektmesse des 12. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums Eutin rund ums Thema „Kunststoff, Kunst-Stoff“

Ein Einmach-Glas, eine 77-Watt-Glühbirne, Salzwasser und gefärbter Benzylalkohol – fertig ist die Lava-Lampe Marke Eigenbau. Theorie und Praxis haben Christina (18), Agnes (18), Robert (17) und Anna (18) perfekt zusammengebracht. Wie das erfindungsreiche Quartett haben gestern rund 140 Schüler des 12. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums der Beruflichen Schule Eutin ihre Arbeiten zum Thema „Kunststoff, Kunst-Stoff“ präsentiert. Dabei galt es, verschiedenste Wissensbereiche zu kombinieren. „Technik und Chemie passen gut zusammen“, sagte Anna nach den Erfahrungen mit ihrem Lava-Lampen-Projekt.

Die „Projektmesse“ findet jährlich zu wechselnden Themen statt. Die Schüler hatten in den Fachrichtungen Ernährung, Gesundheit, Elektrotechnik, Maschinenbautechnik und Wirtschaft jeweils
zu viert fachrichtungsbezogene Themen zur Thematik „Kunststoff“ erarbeitet. So hatten sich die Gruppen der Ernährungsklasse mit Weichmachern in Plastikverpackungen und den Auswirkungen auf die Menschen, mit künstlicher Nahrung oder dem Bodybuilding beschäftigt. In der Gesundheitsklasse befassten sich die Schüler mit künstlichen Stoffen in Cremes oder mit Weichmachern in Kinderspielzeug und den Auswirkungen. Wieder andere bearbeiteten die Themen künstliche Oberschenkelprothesen oder Implantate. Im Technikzweig gab es Projekte zum Thema „elektrische Handprothese“, andere Gruppen beschäftigten sich mit der Leistungs- und Designoptimierung bei Kraftfahrzeugen durch Kunststoff. Die Gruppen des Wirtschaftszweiges setzen sich wiederum mit der sinnvollen Verwendung von Plastikmüll oder mit den Möglichkeiten der Abschaffung der Plastiktüte auseinander.

Die Schüler empfanden die Projektwoche durchaus als Gewinn – trotz der vielen Arbeitsstunden und der Sorge um gute Noten für ihre Projekte. „Wir haben viel über Zeitmanagement gelernt und konnten uns eigenständig größere Zusammenhänge erarbeiten“, sagt Moritz (17), der zusammen mit Christian (17), Stine (16) und Marvin (19) eine Acht-Ton-Orgel gebaut hat. Durch selbstgelötete Kabel, Platinen und einem 900-Zeilen-Computer-Code entstand binnen sieben Tagen eine Apparatur, auf der man die Tonleiter spielen kann. Oder gleich ganze Lieder.

Ihr Physik- und Metalltechnik-Lehrer Carsten-Michael Waschk (kl. Foto) zeigte sich „beeindruckt, mit wie viel Weitblick die Schüler gearbeitet haben“. Und auch für den Pädagogen hatte die Projektwoche Vorteile: „Ich bekomme Einblicke in Bereiche, in denen ich sonst nicht unterrichte“, sagte Waschk.



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erstellt am 23.Nov.2016 | 12:53 Uhr

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