zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 07:11 Uhr

„Uns muss man mal gesehen haben“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Bidla Buh“ mixen Musik mit Comedy, ihre Vorbilder sind Helge Schneider, Max Raabe und Loriot – morgen spielen sie in Eutin

„Sekt, Frack und Rock’n’Roll heißt das aktuelle Programm, mit dem „Bidla Buh“ derzeit durch Deutschland tourt. Morgen ab 19.30 Uhr gibt das Trio, das von sich behauptet verwandt zu sein, das letzte Bezahl-Konzert auf der Hauptbühne am Schloss während auf dem Gelände der Landesgartenschau. Tickets gibt es noch an der Abendkasse oder der Eutiner Tourist-Info am Markt. Der Ostholsteiner Anzeiger hat die Band vorab interviewt.

Auf was dürfen sich die Zuschauer beim Konzert freuen und worauf freuen Sie sich?

Wir freuen uns auf ’ne besondere Location, wir spielen gerne draußen. Wir werden mit unserem aktuellen Programm „Sekt, Frack und Rock’n’Roll“ auftreten, damit touren wir durch ganz Deutschland. Sehr viele Instrumente sind dabei. Zum Beispiel der kleinste Flügel der Welt. Ein Trompeten Battle wird es geben, verschiedene selbstgebaute Instrumente. Der Gitarrist hält eine Lobeshymne auf Vegetarier. Es wird viel gelacht, gestaunt und geschunkelt.

Sind sie drei wirklich Brüder oder ist das ein PR-Gag?

Das wird nicht verraten, das ist ein Berufsgeheimnis und soll Spielraum für Interpretationen lassen.

Hat das mehr Vorteile oder mehr Nachteile, wenn man mit seinen „Brüdern“ tourt?

In einer Band lebt enger zusammen als in einer Ehe. Wir machen das jetzt schon seit 18 Jahren und staunen darüber, dass wir das so lange so gut hinbekommen.

Natürlich braucht jeder auch mal seinen Freiraum.

Jetzt die Frage, die sei sicher noch nie gehört haben: Warum der Name „Bidla Buh“? So heißt doch ein Lied von Georg Kreisler.

Zu Beginn haben wir viele ironische und sarkastische Sachen gespielt. Sind dann aber auch in mehr in das humoristische abgedriftet. Wir bleiben bei dem Namen, auch weil wir uns selbst nicht so ernst nehmen. Der Name ist etwas verrückt, genau wie wir.

Häufig ist zu lesen, dass sie alle Altersschichten mit ihrer Perfomance erreichen. Sehen sie das auch so und wie schaffen sie das?

Ja, das sehen wir schon so. Jeder bekommt seinen Platz. Für jeden ist etwas dabei, die Auftritte sind wie ein bunter Blumenstrauß. Wir schlagen die Brücke zwischen ernster Musik und Unterhaltungsmusik, wir differenzieren da auch eigentlich gar nicht. Wir brechen auch gerne aus der Seriosität aus, welche die Fracks vermitteln.

Sind sie mehr Musiker oder mehr Comedian?

Von Haus aus mehr Musiker, wir sind alle studierte Musiker und haben alle schon verschiedene Stile praktiziert. Die Witze und Jokes kommen beim spielen dann dazu. Das hat sich dann so entwickelt.

Warum haben Sie sich für eine Mischung von Musik und Comdedy entschieden?

Unser erster Auftritt war auf dem 70. Geburtstag von Rudolf Augstein. Damals haben wir viel Musik aus den 20er und 30er Jahren gespielt, so wie Max Raabe. Danach sind wir mehr und mehr aus dieser Rolle ausgebrochen und zu einer eigenen Marke geworden.

Wieso sollte jeder einmal ein Konzert von Ihnen gesehen haben?

Man muss es tatsächlich einmal gesehen haben, weil man es gar nicht richtig beschreiben kann. Wer einmal da war, weiß was uns ausmacht.

Haben Sie bestimmte Vorbilder?

Ursprünglich war es Max Raabe und einfach Sachen, die uns gut gefallen haben. Aber auch Helge Schneider, wegen seiner schrulligen Art. Er lässt viel Spielraum für Interpretationen, da guckt man sich schon mal was ab. Loriot natürlich auch, sein Humor hat schon seit vielen Jahrzehnten eine Berechtigung.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 15:18 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen