zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 09:48 Uhr

Weihnachten - Marke Eigenbau: Adventskranz : Um den Finger gewickelt: der Adventskranz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In vier Wochen zum individuell gestalteten Weihnachtsfest? Jeden Sonnabend zeigt „Weihnachten – Marke Eigenbau“, wie es geht

Der Erste Advent steht vor der Tür. Nachdem die Straßen und Schaufenster der Innenstädte Ostholsteins schon im weihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen, ist es nun auch an der Zeit, die eigenen vier Wände auf die dekorativste Zeit des Jahres einzustimmen. Die Serie „Weihnachten – Marke Eigenbau“ zeigt in den nächsten vier Wochen, wie man – statt nur zu kaufen – mit wenig Aufwand und gemeinsam mit dem Partner, den Kindern, Enkeln oder Ur-Enkeln ein schönes Weihnachten zaubern kann.

Adventskranz selber binden
Für den Adventskranz Marke Eigenbau benötigt der Weihnachts-Bastler: einen Strohkranz, verzinkten Wickeldraht, zwei Bünde frische Nobilis- beziehungsweise Edeltanne, Krampen (Klammern), Kerzenpieker oder Untersetzer und vier Kerzen. „Und dann braucht es nur noch Mut, um anzufangen“, sagt Andrea Schuldt vom Pflanzencenter Buchwald in Krummsee. Die Gärtnerin zeigt, wie auch Bastel-Laien ihren eigenen Adventskranz fertigen können. Wichtig sei, Edel- oder Nobilistanne zu verwenden, denn: „Nobilistanne nadelt nicht, im Gegensatz zur Nordmanntanne“, weiß Andrea Schuldt.

Als Erstes schneidet die 55-Jährige 10 bis 15 Zentimeter große Zweige von der Tanne. Der Tipp der Expertin: „Möglichst kurze Stücke, damit der Kranz schön dicht wird.“ Den Strohring unterteilt Andrea Schuldt gedanklich in den äußeren, den mittleren und den inneren Bereich. Für Letzteren verwendet die Gärtnerin kleinere Tannenzweige. Andrea Schuldt befestigt den Draht zunächst am Kranz, indem sie ihn einige Male um den Strohring legt und schließlich verzwirbelt. Für die erste Schicht verwendet die Pflanzencenter-Mitarbeiterin die längeren Tannenzweige. Die ausgewählten Zweige legt sie außen, innen und mittig an den Strohkranz, hält sie mit einer Hand fest und umwickelt dieses Stück mit dem Draht in der anderen Hand. „Den Draht schön festziehen, denn wenn die Tanne eintrocknet, wird sie ein bisschen dünner“, rät Andrea Schuldt. So geht es Stück für Stück weiter, bis die erste Tannenschicht vollständig um den Kranz gewickelt ist.

Die zweite Lage besteht aus kleineren, kürzeren Tannenzweigen. „Diese Schicht legt man so drauf, dass man den Draht nicht mehr sieht.“ Man kann hierfür, erläutert Schuldt, auch sämtliche Koniferen, Seidenkiefer, Thuja oder Buchsbaum verwenden, um das Gebinde abwechslungsreicher zu gestalten. Diese kleinen Zweige – verrät Andrea Schuldt – ließen sich auch, statt mit Draht gewickelt zu werden, etwas einfacher mit Klammern (Krampen) am Kranz befestigen.

Der Feinschliff
Ist das geschafft, müssen nur noch die Kerzenpieker, die Kerzen und die – wenn erwünscht – Dekoration befestigt werden. Eine Heißklebepistole oder Draht sorgen für den nötigen Halt des schmückenden Beiwerks. „Der Trend bei der Dekoration geht zu bunt – grau und rot als Farben sind beliebt“, sagt Andrea Schuldt. „Und statt Glanz und Gloria wollen die Kunden auch immer mehr Naturmaterialien.“ Der Phantasie seien keine Grenzen gesetzt: Tannenzapfen, Zimtstangen, Anis-Sterne, Äpfel, Schleifen oder Holzsterne sind als Dekoration für den Kranz geeignet. Auch getrocknete Orangenschalen sind nicht nur schön anzusehen, sie verleihen jedem Raum außerdem einen angenehmen Duft. Dafür einfach 2 bis 5 Millimeter dicke Orangenscheiben entweder zehn Tage auf der Heizung oder zwei Stunden im Backofen auf dem Rost bei 150 Grad trocknen. Fertig ist der selbstgebundene Adventskranz. Andrea Schuldts Anleitung gibt es hier nochmal im Video zu sehen.

 

zur Startseite

von
erstellt am 25.Nov.2016 | 18:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen