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Ostholsteiner Anzeiger

02. Dezember 2016 | 21:14 Uhr

Überlegenheit nicht genutzt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin 08 hat beim 0:0 beim PSV Neumünster selbst in doppelter Unterzahl die Chance zum Siegtor – doch Bork vergibt freistehend

In der Schlussphase wurde es richtig turbulent: Das faire Spiel zwischen dem PSV Union Neumünster und Eutin 08 bekam buchstäblich Farbe. Erst sah der nur drei Minuten zuvor eingewechselte Kevin Wölk wegen einer Tätlichkeit in der 73. Minute die Rote Karte, dann hielt Sönke Meyer im Laufduell den schnellen Patrick Fürst fest, Schiedsrichter Lars Gruhlke zögerte nicht und schickte den Eutiner Kapitän ebenfalls mit Rot vom Feld (80.). Trotz doppelter Unterzahl hatten die Gäste vor 265 Zuschauern, darunter viele Eutiner, die Chance zum Sieg, doch Rico Bork schoss freistehend den Ball, den ihm Jannik Fust aufgelegt hatte, am rechten Pfosten vorbei (83.). So blieb es beim torlosen Unentschieden.

PSV-Trainer Danilo Blank sagte: „In der ersten Halbzeit war Eutin 08 überragend, hatte 70 bis 80 Prozent Ballbesitz, war klar besser.“ Die größte Chance vor der Pause erarbeitete sich Florian Ziehmer, der von halblinks in den Strafraum eindrang, mit einer Körpertäuschung zwei Spieler ins Leere schickte, seinen harten Schuss wehrte der Neumünsteraner Torhüter Jan-Hendrik Seelow nach vorne ab, Ziehmers Nachschuss aus drei Metern krachte an den linken Pfosten (28.). Auch Sebastian Witt und Florian Stahl wurden im letzten Moment geblockt (38.), bei einem Schuss von Stahl aus kurzer Entfernung reagierte Seelow glänzend (40.). Mit der letzten Aktion der ersten 45 Minuten kamen die Gastgeber zu ihrer ersten Möglichkeit, doch Björn Schmidt schoss den Ball knapp über das Tor.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit kam der PSV besser ins Spiel. Marc Christopher Barck und Björn Schmidt scheiterten aber am Eutiner Torhüter Lennart Weidner. Kevin Wölk führte sich nach seiner Einwechslung für Kevin Hübner gleich mit einem Kommentar zu einer Schiedsrichterentscheidung ein, drei Minuten später sah er Rot.

Der Eutiner Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner ärgerte sich: „Wir hätten uns mit drei Punkten belohnen müssen.“ Er bescheinigte seinen Spielern, dass sie läuferisch und spielerisch das bessere Team gewesen seien. „Die beiden Roten Karten schmerzen sehr“, räumte Brunner ein, der seiner Mannschaft ein großes Pensum bescheinigte. „Bis zur Roten Karte war es ein faires Spiel“, sagte sein Gegnüber Danilo Blank. Danach wurde es hart und nicklig, letztlich beendeten auch die Gastgeber die Partie nicht vollzählig, denn Dustin Christophersen handelte sich kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte ein, nachdem es im PSV-Strafraum zu Rudelbildung mit Schubsereien gekommen war.

Eutin 08 hat jetzt zwei Heimspiele auf dem Plan. Am Mittwoch um 19 Uhr erwartet die Mannschaft ohne den gesperrten Kapitän Sönke Meyer den TSV Kropp. Am Sonnabend kommt es um 14 Uhr zum Spiel gegen Holstein Kiel II. Die Kieler weisen nach drei Spielen, genau wie Eutin 08, sieben Punkte auf.

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erstellt am 07.Aug.2016 | 21:24 Uhr

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