zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

23. März 2017 | 23:04 Uhr

Bosau : Über dem Uhlenbusch wehen schon die Richtkronen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Seit Freitag wehen die Richtkronen über Bosaus neuem Seniorendorf „Uhlenbusch“.

„Und schon in elf Wochen sollen die ersten Bewohner einziehen“, freut sich Ulrich Reimann als einer der Initiatoren des Großprojektes, das in der Stiftung Uhlenbusch aufgehen wird. Knapp 100 Gäste – darunter auch schon viele künftige Mieter – freuten sich. Am Großen Plöner See werden rund 7,8 Millionen Euro in das Projekt gesteckt.

„Wir sind jetzt sehr glücklich, dass die ersten beiden Häuser stehen“, sagte Ulrich Reimann vor den Gästen. Besonders hob er einen bisher respektvollen und fairen Umgang miteinander hervor, der ihn optimistisch die weitere Bauphase angehen lasse. 70 Prozent der Häuser seien bereits vermietet. An Menschen, die überwiegend nicht aus der Gemeinde Bosau kommen und so neues Geld in die Gemeinde bringen.

Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt wies die Neubürger auf „kreatives Potential“ in der Gemeinde hin: „In Bosau gibt es für Sie ein reiches Betätigungsfeld“, hieß er die kommenden Neubürger willkommen. Die künftigen Mieter waren zum Richtfest mit Namensschildern und den künftigen Hausnummer ihrer angemieteten Wohnungen am Revers ausgestattet. Mario Schmidt hoffte, dass die neue Heimat und die Häuser den Neubürgern viel Energie schenkten und ihre Leben bereicherten.

Außerdem bewunderte Mario Schmidt die Ausdauer und die Leidenschaft, mit der das Ehepaar Caroline und Ulrich Reimann aus Bosau als Gesellschafter der Uhlenbusch-GmbH das Projekt voranbringen. Es sei ein sehr innovatives Konzept in der Region. Viele Bürgermeister hätten Schmidt darauf angesprochen. Sie hätten das Seniorendorf auch gern in ihren Gemeinden gehabt.

In den nächsten Wochen und Monaten werden 28 weitere Häuser auf dem etwa fünf Hektar großen Grundstück gebaut. Reimann: „Normalerweise sind bei so einem Projekt in der aktuellen Phase etwa 15 Prozent gebucht. Bei uns sind es mit 22 Mietverträgen bereits 70 Prozent.“ Mit dem Erstbezug rechnen die Reimanns im Mai dieses Jahres. Ende dieses Jahres sollen dann alle Wohnungen bezugsfertig sein. Anfang 2018 werden das Dorfhaus und die Photovoltaikanlage gebaut. „Das Richtfest für das Dorfhaus ist in etwa einem Jahr“, kündigt Ulrich Reimann das Ende der Bautätigkeiten an.

Für die noch acht freien Miethäuser gibt es etwa 50 Interessenten und Bewerber, rechnete Ulrich Reimann vor. Die Entscheidung, wer den Zuschlag für das neue Mietverhältnis bekommt, treffen die Bewohner. Geboten werden Holzhäuser mit modernstem Komfort und einer sehr hohen Energie-Effizienz. Erfreulich ist zudem, dass viele heimische Firmen an der Realisierung des Uhlenbusch-Wohnprojektes beteiligt sind.

Im Seniorendorf wird es einen kleinen Laden geben, ein Wasch- und Badehaus und Werkstätten für Holz- oder Metallarbeiten, eine Töpferwerkstatt und ein Atelier, in dem man künstlerisch arbeiten kann. Eine große Gartenfläche kann gemeinsam oder auch individuell bewirtschaftet werden. Auf einer Weide grasen Schafe oder Ziegen. Mittendrin laufen Hühner – eine Welt in der man leben und sich auch den ganzen Tag beschäftigen kann. Im Uhlenbusch gibt es für jeden, der dazu Lust hat, etwas zu tun. Das Dorf wird durchgehend altersgerecht gebaut und die Bewohner sind grundsätzlich bereit, sich gegenseitig zu helfen. Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter.


zur Startseite

von
erstellt am 11.Mär.2017 | 19:16 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen