zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 17:21 Uhr

Treue Urlauber: 50 Jahre Bosau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Monika und Peter Berth aus der Nähe von Köln kommen seit einem halben Jahrhundert fast jedes Jahr zum Urlaub an den Bischofssee

Ein halbes Jahrhundert. So lange ist es her, dass Monika (77) und Peter Berth (86) zum erstenmal in Bosau waren. Das Ehepaar aus dem Rheinland in der Nähe von Köln ist seither mit wenigen Ausnahmen jedes Jahr wiedergekommen und hat immer im Gasthaus „Zum Frohsinn“ Quartier bezogen.

Sie seien schon viel gereist, doch es ziehe sie immer wieder in das „Paradies“, wie beide den Ort am Bischofssee nennen. Dabei ist nicht nur die ruhige und malerische Umgebung gemeint. Peter Berth betont auch die stets liebevolle Aufnahme durch ihre Gastgeber, von denen Monica und Peter Berth gleich mehrere in all den Jahren kennen lernen durften.

Seit 1910 ist das Gasthaus „Zum Frohsinn“ ein Familienbetrieb und „eines der schönsten Urlaubsquartiere“ für Familie Berth. Seit 2015 wird es von Hans Reimers und Gregor McDermott geleitet.

Vor 50 Jahren im August kam das Ehepaar Berths zum ersten Mal. Schon damals sei es ein „solides Gasthaus ohne Firlefanz, mit allem was man brauchte“ gewesen. Zu dieser Zeit habe es sogar noch eine Backstube direkt am Haus gegeben – die Brötchen seien warm serviert worden, schwärmt Peter Berth. Die alte Backstube gibt es noch, sie wird vor allem für Seminare genutzt.

„Das Essen war über die 50 Jahre immer gut“, betont Peter Berth weiter. Ohnehin habe sich das Gasthaus und der Ort nur wenig verändert. Die Zimmer seien modernisiert , und es gebe heute weniger Segler als früher in Bosau.

Als Hobbyfotograf hat Peter Berth die „sanften Veränderungen“ über die Zeit stets festgehalten, Fotos von ihm wurden auch im Bosauer Ortsprospekt gedruckt.

Schon seit seiner Jugend übe er sich im Fotografieren, sehr schnell habe er ein Blick für Motive entwickelt. Diese Leidenschaft hält bis heute an. Stolz präsentierte er ein Fotoalbum mit Bildern vom Familienbetrieb in Bosau und kreativen Aufnahmen der ländlichen Umgebung.

Peter Berth studierte neben Chemie auch Kunstgeschichte. Er habe zwar als Chemiker bei Henkel gearbeitet, der Kunst sei er trotzdem immer treu geblieben.

Inke Kappeler ist Tochter des Ehepaares Berth und lebt in Berlin, sie folgt zusammen mit ihrem Sohn Konrad der Urlaubstradition ihrer Eltern. Ebenso wie ihr Sohn habe sie selbst schon als Kind das Gasthaus und Bosau kennengelernt. Der neunjährige Konrad schätzt besonders den Bosauer Strand: „Eis essen, spielen und in die Fluten springen“ sei seine Lieblingsbeschäftigung, erklärt er euphorisch.

„Wir schätzen die gesamte Umgebung“, verdeutlichte Monika Berth. Ob die Sankt-Petri-Kirche im Ort, das Plöner Schloss, Eutin – dieses Jahr mit Landesgartenschau – und die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg: Alles werde mindestens einmal besucht. Früher seien sie auch immer mit dem Rad um den Plöner See gefahren.

Das Gasthaus und die Umgebung stellt für sie trotz der regelmäßigen Aufenthalte immer noch eine Besonderheit dar: „Ich liebe Bosau, ich liebe die Freiheit und die Ruhe. Krieg oder Syrien gibt es hier nicht“, brachte es Monika Berth auf den Punkt.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Aug.2016 | 13:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen