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Ostholsteiner Anzeiger

31. Mai 2016 | 02:06 Uhr

Lensahn : Thorsten Plath offiziell im Amt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kreisfeuerwehrverband Ostholstein: Thorsten Plath zum Kreisbrandmeister befördert, Ralf Thomsen zum Ehrenkreiswehrführer ernannt.

Der Rahmen war würdig, aber auch heiter: In einer Feierstunde wurde – wie kurz berichtet – Donnerstagabend in der Feuerwehrtechnischen Zentrale der Amtswechsel bei der Leitung des Kreisfeuerwehrverbandes vollzogen. Bevor Thorsten Plath von Landrat Reinhard Sager mit den Schulterklappen des Kreisbrandmeisters ausgestattet wurde, erfuhr Ralf Thomsen nach zwölf Jahren als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes die Ernennung zum Ehrenkreiswehrführer. Diesen Schritt hatte der Kreistag Ende vergangenen Jahres einstimmig beschlossen.

In seiner Bescheidenheit hätte Ralf Thomsen am liebsten mit einem einfachen Handschlag in der Geschäftsstelle in Lensahn den Amtswechsel vollzogen, verriet Thorsten Plath, der in den zwölf Jahren der Thomsen-Ära dessen Stellvertreter war. Doch angesichts der Verdienste des 59-Jährigen Oldenburgers auf Kreis- und Landesebene sei zumindest eine feierliche Übergabe angezeigt, fand auch Landrat Reinhard Sager.

Der würdigte Thomsen als einen Kreisbrandmeister mit hohem Fachwissen und einer ruhigen Art, die über zwölf Jahre eine „tadellose Zusammenarbeit“ geprägt hätten. Sager listete besondere Ereignisse in der Amtszeit Thomsens auf, darunter die Vogelgrippe 2006, Überschwemmungen im Kreisnorden 2007, der Bau eines Übungsplatzes in Lensahn und die Verlegung der Leitstelle nach Bad Oldesloe.

Das in enger Zusammenarbeit entwickelte Programm des Kreises zur Fahrzeugbeschaffung sei eine Erfolgsgeschichte geworden, sagte Sager weiter, wobei es auch gelungen sei, kleine Wehren mit moderner Technik und wasserführenden Fahrzeugen auszustatten. Bei der Einführung einer Notfallseelsorge für Feuerwehrleute sei Ostholstein für das ganze Land beispielhaft vorangegangen.

Ralf Thomsen habe seine Themen auch auf Landesebene beharrlich angesprochen und vorangetrieben, stellte Landesbrandmeister Detlef Radtke fest. Thomsen war von 2005 bis Mitte vergangenen Jahres stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes. An einer Sicherung und Verbesserung flächendeckender professioneller Hilfeleistungen habe Thomsen in dieser Zeit ebenso gearbeitet wie an einer besseren Absicherung der Einsatzkräfte. Ein erweiterter Versicherungsschutz der Feuerwehrunfallkasse für „unfallähnliche Körperschäden“ sei auch ein Verdienst Thomsens.

Ralf Thomsen versicherte, dass ihn die Ehrung „überrascht“ und „umgehauen“ habe. Neben Weggefährten dankte er vor allem seiner Frau Gabriele, die ihm für die Doppelbelastung von Ehrenamt und Beruf als Gerichtsvollzieher stets den Rücken freigehalten habe.

Als er 1994 Kreisjugendfeuerwehrwart geworden sei, habe er nicht geahnt, dass er einmal an die Spitze der Aktiven im Kreis rücken würden, sagte Thorsten Plath. Der 52-Jährige aus Timmendorfer Strand war seinerzeit von Thomsen angesprochen worden, ob er nicht sein Stellvertreter werden wolle, was Plath zwölf Jahre war.

Plaths Stellvertreter ist nun Michael Hasselmann aus Heiligenhafen. Dessen Funktion als Leiter der Katastrophenschutzeinheit Technische Einsatzleitung übernahm Heino Lafrenz (Feuerwehr Bisdorf-Hinrichsdorf).

Für große Heiterkeit sorgte die Feststellung Plaths, dass der Landrat die Beförderung zum Kreisbrandmeister zumindest beim Montieren der Schulterklappen nicht einwandfrei vollzogen habe: „Mir wurde gerade gesagt, dass die Schulterklappen verkehrt herum sind“. Der Landrat konterte: „Aber die Sterne sitzen
außen.“

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erstellt am 09.Jan.2016 | 00:34 Uhr

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