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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 07:18 Uhr

Tanja Rönck geht „Dauerbaustellen“ an

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neue Ansätze bei den Themen Schwentinebrücke und Neversfelder Straße

Kaum im Amt hat sich Bürgermeisterin Tanja Rönck darangemacht, einige „Dauerbaustellen“ in Angriff zu nehmen – darunter die umstrittene Verschwenkung der Neversfelder Straße und die Erneuerung der Schwentinebrücke am ehemaligen Intermar-Hotel. In beiden Fällen scheint noch einmal Bewegung in die Sache zu kommen.

Völlig festgefahren schienen die Fronten zwischen Altbürgermeister Michael Koch und der Selbstverwaltung in Sachen Brücke. Im Rathaus wollte man keinesfalls von einer aufwendigen neuen Pfahlgründung abrücken, während die Politik auf einer günstigeren Lösung bestand. Die scheint nun in Sicht zu sein. Geplant sei eine Brücke, die nur noch an den Ufern aufliege, jedoch nicht mehr auf den Lagern in der Schwentine, erläuterte Rönck auf OHA-Anfrage. An den Ufern sei eine Gründung kostengünstiger machbar. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir da im April eine neue Brücke haben werden“, erklärte die Verwaltungschefin. Der Bau der geplanten, 2,50 Meter breiten Fußgängerbrücke aus Stahl solle jetzt rund 150  000 Euro kosten statt, wie bislang kalkuliert, 330  000 Euro.

Noch einmal neu nachgedacht werde über die geplante Verschwenkung der Neversfelder Straße im Bereich des Pferdehofes, erklärte Rönck. Eigentlich hatte die Politik bereits den Weg freigemacht, das Projekt in den Herbstferien in Angriff zu nehmen. Doch beim Neversfelder Ortsvorstand stieß der Plan, dafür einen Teil des Gehwegs der Fahrbahn zuzuschlagen, auf massiven Protest. „Wir prüfen jetzt noch einmal die Frage, inwieweit es einer Verschwenkung bedarf“, erklärte Tanja Rönck.

Noch nicht endgültig vom Tisch ist der Vorschlag, den abrutschenden Hang am Pferdehof zu befestigen. Diese Lösung scheint aufgrund einer Änderung der Besitzverhältnisse an dem Grundstück wieder in greifbare Nähe gerückt. Dennoch ist sie wenig wahrscheinlich: „Ich gehe eher nicht davon aus“, erklärte Tanja Rönck. Denn die Kosten seien im Vergleich zu einer Verschwenkung erheblich höher.

Fortschritte scheint es auch in Sachen Holzbergturm zu geben. Der Abriss des maroden Turms scheint näher zu rücken. 15  000 Euro würden dafür eingeplant, sagte Tanja Rönck. Der Abriss lasse sich kostengünstiger Bewerkstelligen als gedacht, da der Turm, anders als befürchtet, noch standsicher genug sei, um ihn weitgehend ohne die Hilfe von Kränen und Gerüsten abzubauen. Die stählerne Treppe solle eingelagert werden, um sie möglicherweise für einen Neubau des Turms wieder zu verwenden.

Das Thema Holzbergturm stehe aus Sicht der Verwaltung derzeit allerdings nicht ganz oben auf der Prioritätenliste, sagte Tanja Rönck. Wenn der Planungsausschuss am Dienstag, 11. Oktober, tage, solle er sich vornehmlich erst einmal mit den Themen Schwentinebrücke und Neversfelder Straße befassen.

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erstellt am 24.Sep.2016 | 19:30 Uhr

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