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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Süsel ringt mit Minus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Vorzeichen für Beratungen des kommunalen Haushaltes haben sich geändert

Weniger Geld als erwartet. Eine geplatzte Ausschreibung für das Feuerwehrhaus Röbel. Unerwartete Mehrausgaben beim Straßenbau. Und kein Geld für den Bau eines Kreisels am unfallträchtigen Süseler Baum. Die Sitzung des Finanzausschusses am Montag war gespickt mit schlechten Nachrichten.

Thema Gemeindehaushalt: Im ersten Haushaltsentwurf für 2017 standen Einnahmen von gut 6,7 Millionen und Ausgaben von 7,2 Millionen Euro, das kalkulierte Defizit betrug 511  000 Euro. Vor allem 180  000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen und 110  000 Euro mehr Kreisumlage führten aber zu einem höheren Defizit von 809  100 Euro. So leitete die Ausschuss-Vorsitzende Susanne Bötticher-Meyners (SPD) die Beratung des Haushaltsentwurfes ein.

Der Ausschuss ging danach die einzelnen Positionen durch und merkte an, wo sich die jeweils zuständigen Fachausschüsse noch Gedanken über Sparmöglichkeiten machen müssten. Außerdem sollen die Fraktionen noch ihre Marschrichtung festlegen.

Die Ergebnisse der Ausschreibung für das Feuerwehrhaus Röbel lagen, wie berichtet, 100  000 Euro über der Erwartung. Eine neue Ausschreibung sei noch nicht veröffentlicht, sagte Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS). Sie werde voraussichtlich Mitte Februar enden, ein Baubeginn dieses Jahr ist damit ausgeschlossen.

Wenig Neues gibt es bei den Bemühungen von Gemeinde und Bürgern, die Kreuzung am Süseler Baum zu entschärfen, nachdem es dort diesen Sommer drei schwere Zusammenstöße gegeben hatte. Der Bau eines Kreisels, den auch über 450 Bürger per Unterschrift gefordert hatten, sei vom Land als Straßenträger abgelehnt worden, berichtete Reinholdt aus diversen Gesprächsrunden. Es gebe nun den Plan, den Verkehrsminister und die örtlichen Abgeordneten anzuschreiben. Gemeindewehrführer Kai Nagel ergänzte, dass immer dann schwere Unfälle drohten, wenn es Ausweichverkehr von der Autobahn gebe. Ein Problem seien vor allem ortsfremde Autofahrer, die auf der L 309 in Nord- oder Südrichtung unterwegs und häufig zu schnell seien.

Klärende Fragen zu einer zehnprozentigen Kostensteigerung beim Ausbau der Straße Gömnitz–Bujendorf kündigte Klaus Berger (SPD) an. Er äußerte den Verdacht, dass zu viel Asphalt verarbeitet worden und das Planungsbüro seinen Aufgaben nicht nachgekommen sei. Wenn sich seine Vermutung erhärte, sei das eine „Sauerei“. Die solle man auch mit Blick auf Anlieger, die zur Kasse gebeten werden, nicht hinnehmen.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 13:05 Uhr

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