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Ostholsteiner Anzeiger

24. März 2017 | 05:27 Uhr

Stadtbahn/Stadtregionalbahn geht zu Lasten der Kommunen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Kiel-Hauptbahnhof und Kiel-Ellerbek ist eine Kieler Entscheidung“, sagte der CDU-Kreis- und Fraktionsvorsitzende Werner Kalinka. So zu tun, als sei dies das Signal für die gesamte restliche Strecke Kiel - Schönberger Strand, sei schon deshalb falsch, weil hier noch nicht einmal das Planfeststellungsverfahren begonnen habe. Außerdem spreche selbst Minister Meyer (SPD) inzwischen von „etwa 2020“ als frühesten Termin für die Inbetriebnahme für Schönkirchen - Schönberger Strand.

Ein Planfeststellungsverfahren übrigens, was die CDU-Kreistagsfraktion schon 2013 gefordert und im Kreistag
zur Abstimmung gestellt habe, das SPD/Grüne/FWG sowie UWG ablehnten und für das seitens des Landesministeriums bis zum Herbst 2016 nichts Wesentliches getan worden sei. Aufhorchen lasse, was Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) formulierte. Er habe von der „kleinen Kieler Stadtbahn“ gesprochen.

Zur Erinnerung: Ursprünglich wollten SPD/Grüne/FWG die Stadtregionalbahn (SRB), deren Kosten schon jetzt auf rund 380 Millionen Euro beziffert wurden. Dagegen gab es viele Proteste - unter anderem auch durch eine Bürgerinitiative. Die CDU im Kreis habe eine Stadtregionalbahn stets entschieden abgelehnt und zum Beispiel im Herbst 2014 mit einer kreisweiten Plakataktion dagegen protestiert. Kalinka: „Auch der Kreistag in Rendsburg-Eckernförde erteilte den Plänen eine Absage. Danach schien es, als sei das Thema erledigt.“

Zwischenzeitlich sei von SPD und Grünen das Thema Stadtbahn/Stadtregionalbahn erneut ins Gespräch gebracht worden. Jetzt verwendet Oberbürgermeister Kämpfer beim Spatenstich für die Reaktivierung eines Teilabschnittes Kiel - Schönberger Strand die Formulierung „die kleine Stadtbahn“.

Kiel, so Kalinka weiter, hat mehr als 920 Millionen Euro Schulden, rund 500 Millionen Euro an Investitionsbedarf in Infrastruktur und fordere zu Lasten des ländlichen Raumes und damit auch der Gemeinden im Kreis Plön mehr Geld aus dem Finanzausgleich. Werner Kalinka: „Wenig glaubwürdig, die eigene Finanzlage ständig zu beklagen und zugleich für politische Lieblingsprojekte wie Kiel-Kanal oder Stadtbahn/Stadtregionalbahn Geld in beträchtlicher Größenordnung bereitzustellen.

Eine „kleine Stadtbahn“ oder Stadtregionalbahn würde vor allem den Kommunen im Kreis viel Geld abverlangen, denn dafür müssten sie zur Hauptsache zahlen. Kalinka: „Man ahnt, in welche Richtung die Reise von ,Hein Schönberg’ eigentlich gehen soll, wenn SPD/Grüne/FWG freie Fahrt hätten.“

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erstellt am 31.Aug.2016 | 14:04 Uhr

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