zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

27. April 2017 | 07:18 Uhr

Eutin : Sporthalle eingraben oder nicht?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bauausschuss entscheidet morgen über die sichtbare Größe der geplanten Dreifeldhalle am Alten Güterbahnhof.

Der Ausschuss für Schule, Jugend, Sport, Kultur und Soziales hat in seiner letzten Sitzung das Raumprogramm für den Neubau der Dreifeldsporthalle am Alten Güterbahnhof beschlossen. Im Vortrag der Architekten wurden jedoch Planungsprobleme deutlich, die unmittelbar mit dem Standort zusammenhängen (wir berichteten). Zum einen sei das Gelände sehr schmal, sodass keine konventionelle Dreifeldhalle an diese Stelle passe. Zum anderen schlugen die Architekten für eine platzsparendere Hallen-Version das Eingraben in belasteten Boden vor.

Der Bauausschuss wurde mit der weiteren Planung der Dreifeldsporthalle beauftragt. Und dessen Mitglieder müssen sich in ihrer morgigen Sitzung nun Gedanken machen, ob sie sich für die „eingegrabene Variante“ der Halle entscheiden, die die Halle laut Architekten nicht so voluminös erscheinen lässt, weil nur ein Geschoss der Halle überirdisch zu sehen wäre. Oder ob die Mitglieder eine rund neun Meter hohe Halle bevorzugen. Die Entwurfsplanung der Dreifeldhalle inklusive Mehrzweckraum wurde von dem Planungsbüro DHBT Architekten aus Kiel vorgestellt. Die bisherige Planung (Variante A) sieht vor, dass ein Geschoss der 2-geschossigen Halle eingegraben wird und mit der Geländeoberkante abschließt. Der Vorteil dieser Variante bestehe laut Verwaltungsvorlage darin, dass sich die Halle aufgrund der städtebaulich integrierten Planung optisch gut in die nähere Umgebung einfügt und in der Gesamthöhe auf diesem hohen Gelände auf 4,50 Meter oberhalb der Geländeoberkante beschränkt. Diese Variante ist zwar platzsparender aber auch etwas teurer, da mit einem größeren Erdaushub von belasteten Böden zu rechnen ist. Andererseits werde mit einem eingegrabenem Geschoss weniger Fassadenfläche benötigt, heißt es in der Vorlage. Die Kostenschätzung für Variante A beläuft sich auf rund 7,5 Millionen Euro, davon sind für den Tiefbau in der eingegrabenen Variante für Erdaushub und Abbrucharbeiten etwas mehr als eine halbe Million (rund 522  220 Euro) eingeplant.

Bei der Alternativ-Variante B, dem Bau auf der Geländeoberkante, sind nur knapp die Hälfte der Tiefbaukosten veranschlagt (215  556 Euro), allerdings werden für die zusätzliche Fassade 115  500 Euro angegeben. Als Gesamtkosten für Variante B geht die Verwaltung von rund 7,1 Millionen Euro aus.

Spannender dürfte die Diskussion um den von Vereinen und Schule gewünschten Mehrzweckraum mit rund 200 Quadratmeter Größe werden: Denn egal, ob eingegraben oder nicht, die geschätzten Gesamtkosten der Dreifeldhalle sind ohne Mehrzweckraum fast eine Million günstiger.

Für den Fall, dass die Standortdiskussion wieder entfacht wird, erinnert die Verwaltung am Ende ihrer Vorlage an einen Vorteil der Brachen-Nutzung: Neben Grunderwerbskosten entfällt auch der Ausgleichsflächenbedarf. Das Grundstück gehört bereits der Stadt.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Mär.2017 | 00:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen