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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 19:00 Uhr

SPD will Sporthalle am Bahnhof stoppen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sporthallenstandort in Diskussion / Grundschulstandorte sollen erhalten bleiben

Es war eine hitzige Diskussion im Schulausschuss am Dienstagabend, die sich eigentlich in erster Linie um den Schulstandort am Kleinen See drehen sollte. Doch stattdessen überraschte Ausschussvorsitzender Hanjo Iwanowitsch (SPD) gleich zu Beginn mit seinem Antrag, den Standort der bisher am Alten Güterbahnhof geplanten Sporthalle zu überdenken und „sie möglicherweise doch an den Standort Kleiner See zu verlegen“. „Dann wären viele Probleme auf einmal gelöst: Die Innenstadt hätte die Fläche dann für genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe und der Grundschule wäre geholfen, da sie in der sanierungsbedürftigen Turnhalle derzeit keinen richtigen Unterricht machen kann“, begründete Iwanowitsch. „Und barrierefrei wäre sie dann auch möglich“, warf Malte Tech ein, der anmerkte, dass nach aktueller Planung für Menschen mit Handicaps bisher ein Umweg zum Erreichen der Halle am Alten Güterbahnhof in Kauf genommen werde. „Fakt ist doch, wenn wir eine neue Halle gebaut haben, muss die am Kleinen See saniert werden und den Erweiterungsbau an der Wilhelm-Wisser-Schule haben wir auch noch zu wuppen. Das wird richtig teuer“, sagte Iwanowitsch. Das war Wasser auf die Mühlen der FWE. Ingrid Tech (FWE): „Ich freue mich, dass sie jetzt auch zu der Erkenntnis kommen, nachdem wir den Vorschlag schon 2013 unterbreitet haben.“ Doch CDU und Grüne wollten das „Turnhallen-Fass“ nicht noch mal aufmachen und lehnten den SPD-Antrag mehrheitlich ab.

Christine Ludwig wurde als Direktorin der Gustav-Peters-Schule mit den Standorten Fissau, Kleiner See und Blaue Lehmkuhle um eine Zukunftsprognose gebeten. „Glauben Sie, wir brauchen die drei Standorte auch noch in zehn oder 15 Jahren“, wollte Matthias Rachfahl (CDU) wissen. Ludwig: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stadt so schrumpft, dass ein Standort geschlossen werden muss. Ich denke, die Politik sollte sich von einem großen Zentrum an der Blauen Lehmkuhle verabschieden.“ Eine Schule mit fast 1000 Schülern würde einer Grundschule nicht gerecht. Selbst wenn die Anmeldezahlen in Fissau gering waren, sei die Warteliste der Gastanträge ortsfremder Schüler lang. Seite 4

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erstellt am 21.Jul.2016 | 00:46 Uhr

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