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Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 07:13 Uhr

Skepsis gegenüber Umbauplänen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Offene Fragen, aber: Dorfvorsteher sind für geplante Mehrgenerationenanlage auf ehemaligen Klinikgelände / Diskussion um Waldstraße

Begeisterte Zustimmung oder gar Vorfreude sieht wahrlich anders aus. Vielmehr waren es einige skeptische Fragen, die die rund 120 Krummseer bei der Dorfschaftsversammlung an den Architekten Tom Krause und den Investorenvertreter Jens Wollschläger hatten. Dabei hatten beide die Pläne der Holge S-Holstein Grundstücksentwicklungsgesellschaft und dessen Besitzer Ahmand Djabbari-Hagh zuvor in den leuchtendsten Farben ausgemalt. Djabbari-Hagh will die ehemalige Klinik Hängebargshorst für insgesamt 37 Millionen Euro zu einer Mehrgenerationenanlage mit betreutem Wohnen umbauen – „Community Living“, wie Wollschläger es nannte.

Geplant ist eine Anlage mit Dorfcharakter, in der ältere Leute und junge Familien gemeinsam leben. „Wir haben uns für die romantischere Lösung entschieden“, schilderte Architekt Krause. Die Häuser sollen sich um einen kleinen Anger mit Teich gruppieren, außerdem soll es in einem Forum einen kleinen Kiosk, einen Bäcker und ein Blumengeschäft geben. „So etwas gibt es in Krummsee nicht“, so Krause und erntete mit dieser Aussage Gelächter. Denn die Dorfversammlung fand im Café des Blumencenters Buchwald statt. „Wir breiten unsere Arme weit aus, die Bürger sollen unsere Infrastruktur mitbenutzen“, versprach Krause. „Wir wollen wissen, was die Krummseer davon halten und freuen uns auf Kommentare“, schloss Krause seine Präsentation.

Wirklich viel scheinen die Krummseer von den Plänen noch nicht zu halten. Wie groß denn die Erfahrungen des Bauherren mit solchen Projekten, wer die Zielgruppe sei, ob die Parklandschaft erhalten bleibe und ob es überhaupt Bedarf gebe lauteten nur einige der Fragen.

Geduldig beantworteten Krause und Wollschläger alle Fragen und gaben auch Auskunft zum beabsichtigten Zeitplan. Eigentlich sollten die Arbeiten schon weiter fortgeschritten sein, doch noch seien von der Verwaltung der B- und der F-Plan noch nicht geändert worden. Insgesamt rechnet Krause damit, dass in den kommenden 12 bis 15 Monaten diese Pläne geändert sind. Nach deren Aufstellung soll es nur noch wenige Monate bis zum Baubeginn dauern, nach weiteren 15 bis 18 Monaten soll die Wohnanlage fertig sein.

Als Gewinn für Kreuzfeld bezeichnete André Meyer, am Abend der Versammlung verabschiedeter stellvertretender Dorfvorsteher, die Pläne. „Hier wurde ein Projekt vorgestellt, dass allemal besser ist als das, was da jetzt ist.“ Und auch Dorfvorsteher Erich Grothe hofft auf die Umsetzung des Baus. „Alleine das Forum ist es ja schon fast wert.“
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erstellt am 17.Okt.2016 | 00:07 Uhr

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