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Ostholsteiner Anzeiger

27. April 2017 | 18:58 Uhr

Segelt Spielschiff zur Schwimmhalle?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wobau will Eutin das Spielschiff „Bounty“ übertragen. Die Stadt muss nur Montagekosten zahlen. Der Denkmalschutz ist gegen Verbleib am Schloss

„Es ist ein großartiger Platz für das Schiff“, ist Fabian Weist, Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft (Wobau OH) auch heute
noch genauso überzeugt wie zur Einweihung vergangenen April. Denn extra für die Landesgartenschau hatte die Wobau das Spielschiff „Bounty“ auf die Bastion unweit
des Schlosses aufbauen lassen.

Bei Gästen und Einheimischen war und ist das Spielgerät so beliebt, dass sich verschiedenste Gremien für den Erhalt auf dem Platz vor dem Schloss aussprachen. Doch letztlich wird die Denkmalschutzbehörde des Kreises Ostholstein als Verhinderer genannt, da diese eine Genehmigung für das Aufstellen des Schiffes nur temporär für das blumige Großereignis erteilt hatte und davon auch nicht abweichen will. Dass ein Parkplatz am Schloss allerdings auch nicht zum historischen Ensemble passe, stehe dazu nicht im Widerspruch. Vom Kreis heißt es dazu: „Die Fläche am Schloss wurde schon vor der Ernennung des Ensembles zum Denkmal als Parkplatz genutzt und ist nicht in so exponierter Lage wie das Schiff.“

Aber selbst, wenn der Denkmalschutz anders urteilen würde, bleibt ein hausgemachtes Problem: Die Fläche, auf der das Schiff steht, war von Anfang an nur als temporäre Fläche zur Gartenschau geplant und muss deshalb wieder zur Rasenfläche umgewandelt werden, wie Bauamtsleiter Bernd Rubelt zu Beginn der Diskussion um das Schiff sagte. Sonst widerspreche es den Förderbedingungen.

Verwaltung suchte deshalb Alternativen mit Wasserbezug, an denen das Schiff auch stehen kann. Ergebnis: Auf der Fläche vor der Schwimmhalle könnte das Schiff seinen Ankerplatz finden, wenn der Hauptausschuss das in seiner heutigen Sitzung beschließt. Diese gehört zwar dem Land Schleswig-Holstein, das hat aber schon signalisiert, dass es einem entsprechenden Nutzungsvertrag zustimmen würde.

Bleibt die Preisfrage, das Schiff hat in der Herstellung 26066,68 Euro gekostet. Fabian Weist (Wobau) gestern: „Wir können das Schiff wegen der Außenwirkung nicht einfach verschenken, die Stadt wird es uns aber auch nicht abkaufen. Wir übertragen es ihr.“ Über einen Ausgleich im Gegenzug laufen derzeit Gespräche. Somit bleiben lediglich die Montagekosten von rund 4000 Euro, die anfallen beim Versetzen von dem einen zum anderen Standort.

Der Awo-Kindergarten in Lensahn, für den das Schiff einst gedacht war, geht aber auch nicht leer aus. Weist: „Da erweitern wir das Grundstück und bauen einen ganz neuen Spielbereich auf.“


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erstellt am 14.Mär.2017 | 19:00 Uhr

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