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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Segelregatta mit Turbulenzen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Heftige Windböen: Segler-Verein verbucht bei der O-Jollen-Regatta um den „Plön-Cup“ am Wochenende zwei Leichtverletzte

Eine vorhergesagte dunkle Gewitterfront vor der Begrüßung von 38 zum Teil weit angereisten Teilnehmern durch den Vorsitzenden des Plöner Segler-Vereins, Dr. Ulrich Fehlberg, ließ die Organisatoren des „Plön-Cups“ für O-Jollen, Nicolaus von Buddenbrock und Wettfahrtleiter Harald Friedrichs, beim Auslaufen zur ersten Wettfahrt skeptisch in den noch blauen Himmel blicken. Auf dem Regenradar war von einer Regenfront nichts zu sehen. Doch das Wetter änderte sich schnell, im Regattaverlauf gab es zwei Segler, die sich als Folge der Windböen von den Großbäumen ihrer Boote an den Köpfen verletzt wurden. Es gab 40 Meldungen, 38 Boote gingen tatsächlich an den Start, darunter 13 Crews mit Mitgliedern des Plöner Segler-Vereins.

Blitzschnell war die Regenfront über dem Großen Plöner See und schüttete mit gewaltigen Mengen Wasser und Wind die an der Prinzeninsel Schutz suchenden Aktiven voll. Doch nach 15 Minuten war der Spuk vorüber. Startboot und Sicherungsboote nebst Tonnenleger legten zügig die Regattabahn zur ersten Wettfahrt aus, die dann mit 40 Minuten Verspätung gestartet werden konnte.

Während der Startphase erwischte es den PSV-Segler Jan Peter Hermkens. Der Großbaum eines neben ihn vorbeirauschenden Aktiven traf ihn derart hart am Hinterkopf, dass er von den DLRG-Helfern geborgen und versorgt werden musste. Zehn Segler starteten aus Sicherheitsgründen nicht bei den ersten drei Wettfahrten. Das Feld, inzwischen nur mit 28 Seglern, bei Windstärken von 4–5 Beaufort kreuzten verbissen zur Tonne 1. Doch die hatte sich aus ihrer Verankerung gelöst. Die Wettfahrtleitung reagierte darauf spontan und setzte als Wendemarkenersatz das in der Nähe liegende Sicherungsboot mit der Signalflagge „M“ ein. „Einigen erfahrenen Seglern war diese Regelung offensichtlich unbekannt und so ließen sie ihren Ärger beim Vorbeirauschen lauthals ab“, meinte der Plöner Pressesprecher Hans Vogler. Als erster Teilnehmer erreichte Stephan Jarmatz (PSV) das Ziel.

Auch die zweite Wettfahrt hatte es in sich. Nach der gelungenen Startphase erwischte es wiederum einen Plöner Segler und einen Segler vom Segelclub Karolinenhof am Kopf. Bei ihren Halsemanövern waren ihre Großbäume schneller als ihr Ausweichmanöver. Auch die Beiden wurden von den unermüdlichen DLRG-Helfern versorgt und an Land den Rettungskräften übergeben. Alle drei Verletzten konnten noch am Sonntagabend nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Nach drei Wettfahrten am Sonnabend konnte Stephan Jarmatz einen kleinen Etappensieg feiern. Aber eine Wettfahrt war noch offen – und bei der segelte der Vizemeister der Deutschen Meisterschaft 2015, Göran Freise vom Wassersportverein Buckau-Fermersleben, am Sonntag ganz nach vorn. Er siegte im Endklassement vor Martin Pirner von der Seglergemeinschaft Schwielochsee und Stephan Jarmatz vom Plöner Segler-Verein von 1908, der letztlich nach guten Leistungen auf dem dritten Rang landete.

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erstellt am 10.Aug.2016 | 12:45 Uhr

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