zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 05:02 Uhr

Schulfrei wegen defekter Heizung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rund 200 Kinder der Grundschule am Kleinen See hatten gestern keinen Unterricht / Im Sommer wird der Heizkessel ausgetauscht

Rund 200 Kinder der Gustav-Peters-Grundschule am Kleinen See hatten gestern schulfrei. Der Grund: Der Heizkessel war gerissen. „Es wäre bei den kühlen Temperaturen nicht vertretbar gewesen, die Kinder heute in den Räumen bis zum Mittag zu unterrichten“, sagt Direktorin Christine Ludwig. Es gebe nahezu keine Dämmung, das alte Gebäude mit den freistehenden Komplexen kühle zu schnell aus. Die Eltern wurden per Telefonkette informiert, wer keine Betreuung hatte, wurde am Standort Blaue Lehmkuhle betreut. Die Gemeinschaftsschule, die am gleichen Heizsystem hängt, hat sich für Unterricht entschieden, weil das Gebäude die Wärme etwas besser halten könne, sagte Stefan Ulmer, Direktor der Wilhelm-Wisser-Schule. Vereinzelt wurden Heizlüfter aufgestellt.

Heizungsmonteur Nico Lasko kam mit Kollegen gleich am Montagnachmittag noch zum Notdienst in der Schule vorbei. Der Hausmeister hatte Wasser im Keller festgestellt. Über Nacht hat Firma Cobobes das Ersatzteil bestellt. Gestern waren sie zu Viert vor Ort. „Unser Ziel ist klar: Morgen muss die Heizung für die Kinder wieder laufen, auch wenn wir die ganze Nacht hier arbeiten.“ Normalerweise halte ein Kesselglied zwischen 25 und 30 Jahre. Das in der Heizungsanlage der Grund- und Gemeinschaftsschule ging im zehnten Jahr kaputt. Lasko glaubt die Ursache zu kennen: „Vermutlich ist das wegen der großen Menge Frischwasser, die regelmäßig in den Kreislauf gelangt. Frischwasser enthält Sauerstoff und das können die Gussglieder nicht so gut ab.“ Das Frischwasser ist nötig, weil es im Schulkomplex aufgrund der alten Anlage immer wieder zu Rohrbrüchen komme. „Erst im Dezember hatten wir einen Rohrbruch. Die Rohre waren einbetoniert und sind durchgerostet“, erinnert sich Ulmer.

Die Problematik ist auch der Stadt bekannt. Im Sommer soll der komplette Heizkessel, dies sei auch schon im Vorfeld geplant gewesen, ausgetauscht werden. Wie sieht es mit dem Sanierungsstau in beiden Schulen am Standort Kleiner See aus? „Die Fassadenflächen und die Turnhalle Am See hätten im Sinne der Sanierungsbedürftigkeit aus unserer Sicht eine hohe Priorität, allerdings ist eine energetische Sanierung immer im Kontext zur Schulentwicklungsplanung zu sehen“, teilt Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt auf Anfrage mit.

Es werde hin und wieder investiert, das sehen auch die Schulleiter am Standort: So gab es neue Akustikdecken, Rampen für mehr Barrierefreiheit und neue Türen. Der Einbau des Fahrstuhls, der für das erste Quartal 2016 geplant war, werde geprüft und hoffentlich möglichst schnell umgesetzt, so Stein-Schmidt. Ausgeschrieben wurde der Auftrag bereits.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Apr.2016 | 04:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen