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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 13:38 Uhr

Schützengilde dankt Schulz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zeit für Anerkennung: Die Ära des 21. Bürgermeisters seit Gildegründung 1668 endet in 21 Tagen / Heute wird weitergefeiert

Zahlreiche Besucher hatten sich gestern Nachmittag auf dem Marktplatz versammelt um einen der offiziellen Höhepunkte des Eutiner Schützenfestes zu erleben: Die Ankunft des amtierenden Königs Torsten Wetendorf und seiner Frau sowie den Abmarsch des großen rund 200 Teilnehmer starken Umzuges vom Markt – erstmals über einen Teil des Landesgartenschau-Geländes – hinauf zum Vogelberg.

Von der Stadt all die Jahre so herzlich im Rathaus empfangen zu werden, sei keine Selbstverständlichkeit, sagte Heiko Godow, wortführender Vorsteher der Eutiner Schützengilde vor dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt und fügt verschmitzt hinzu: „Nur aus dem gewonnenen Gerichtsprozess der Schützen gegen die Stadt vom 30. April 1792 lässt sich schließlich noch kein Anspruch herleiten.“ Godow dankte in seiner Funktion als Schützenbruder Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz (ebenfalls Schützenbruder) für die gemeinsame Zeit: „Du hast viele Eindrücke, Handlungen und Taten hinterlassen und deine Fußabdrücke werden erkennbar bleiben.“ Es brauche immer erst einen Menschen, der Ideen hat und den Mut etwas zu verändern und diese voranzubringen. Ergebnisse dieser Ideen seien schon jetzt mit der Stadtsanierung insbesondere an der Stadtbucht erkennbar, so Godow, der auch aus seinem politischen Amt als Ausschussvorsitzender für Stadtentwicklung weiß, wie sehr um manches Ziel gerungen werden muss(te).

Klaus-Dieter Schulz wollte sich seine großen Abschiedsworte als Schützenbruder für die heutige Gildetafel aufheben: „Auch meine Regentschaft läuft in 21 Tagen ab und ich möchte mich bedanken für die gute Zusammenarbeit und das vertrauensvolle Miteinander.“ Bürgervorsteher Dieter Holst ermutigte die Schützenbrüder, sich weiter neu zu erfinden, der Zuspruch junger Menschen wachse, „sie sind an der Wahrung von Traditionen vermehrt interessiert und keiner verkörpere Eutins Geschichte so anschaulich wie die Gilde“. Es brauche Mut und finanziellen Einsatz, Ideen voranzutreiben und neue Wege zu beschreiten, sagte Holst und rief zum Marsch in Richtung Vogelberg auf.

Dort fand tagszuvor das Kindervogelschießen mit mehr als 90 Kindern statt. Wer heute noch etwas vom Schützenfest erleben will: 7.30 Uhr Empfang im Schlosshof, ab 8 Uhr Marsch durch Eutin, ab 15.30 Uhr werden die Schießwettbewerbe fortgesetzt und ab 18 Uhr wird der neue König ausgeschossen. Ab 20.30 Uhr ist die Königsproklamation im Fackelschein geplant.


Alle Infos: www.schuetzengilde-eutin.de/

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erstellt am 11.Jul.2016 | 00:43 Uhr

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