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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 05:30 Uhr

„Schmieren- statt Sommertheater“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU-Fraktionschef Oliver Hagen kritisiert Äußerungen vom Ratsherrn Ingo Buth

Wer wie Plöns Ratsherr Ingo Buth meint, dass der Plöner Bürgervorsteher neutral sein müsse und keine eigenen Standpunkte zu politischen Themen vertreten darf, der irrt. Schließlich ist auch Bürgervorsteher Krüger ein direkt gewählter CDU-Ratsherr und als Mitglied des Planungsverbandes Baugebiet am Trammer See Experte für die Entwicklung des gemeinsamen Bauprojekts der Stadt Plön und der Gemeinde Rathjensdorf.

Und auch als dieser ist seine Meinung gefragt. Insofern entbehrt die Frage Buths, ob Dirk Krüger als Bürgervorsteher überhaupt noch tragbar ist, jeglichen politischen Anstand. „Hierbei handelt es sich nicht um ein Sommertheater, sondern eher um ein Schmierentheater“, sagte Plöns CDU-Fraktionschef Oliver Hagen.

Die CDU-Ratsfraktion sei nach wie vor für eine Erhöhung der städtischen Einwohnerzahl. Parteiübergreifend wurde dies als Kompensationsmittel der statistisch wegfallenden Einwohner nach dem Zensus und damit dem drastischen Wegfall von Landes-Schlüsselzuweisungen sowie anderen Umlageeinnahmen in Höhe von jährlich bis zu drei Millionen Euro, als eine Lösung anerkannt.

„Um mehr Einwohner für Plön zu gewinnen, müssen auch Bauplätze bereit gestellt werden“, sagte Hagen. Die Potentialanalyse für die Innenstadt, die über 100 Bauplätze im Innenraum der Stadt Plön suggerierte, sei eine Luftnummer. Schließlich zeigt diese Analyse, dass Bauplätze dort vorhanden seien, wo Plöner ihre Gärten hätten. Dass die Plöner überhaupt nicht bereit seien, ihre Grundstücke zu verkaufen, erkenne man schließlich daran, dass aktuell nicht ein Baugrundstück in der Stadt Plön zum Kauf angeboten werde.

Wie weit Theorie und Praxis dieser Analyse auseinander liegen hätten gezeigt, als ein Bauwilliger ein Grundstück in der Rautenbergstraße bebauen wollte, das nach der Analyse als Bauplatz eingestuft und dennoch die Baugenehmigung versagt worden sei.

Hagen: „Daran ist auch erkennbar, dass der Weg der Bebauung in Tramm notwendig ist.“ Der dortige Investor Dr. Carsten Rahlf könnte sicherlich in nicht-öffentlicher Sitzung Namen von dortigen Bauinteressierten benennen, sollte es nötig sein. Auch über die von der CDU beantragte Bauplatzbörse werde der Bedarf erkennbar sein. Hagen: „Dirk Krüger hat mit seinen Argumenten der fehlenden städtischen Einnahmen, der fehlenden Kaufkraft und dem auch daraus resultierenden Leerstand von Geschäften in Plön absolut schlüssig aufgezeigt, dass Plön neue Baugrundstücke braucht.“

Die Aufstellungsbeschlüsse zur Änderung der Flächennutzungspläne in Rathjensdorf und der Stadt Plön seien als Grundsatzentscheidungen für die Fortführung des Projektes getroffen worden. Es gehe also nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wann“. Die Plöner CDU plädiere für eine zügige Fortsetzung des Verfahrens der Bauleitplanung, um schnell eine Realisierung der Bebauung zu erreichen.

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erstellt am 29.Aug.2016 | 16:38 Uhr

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