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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Eutin : Schloss lockt mit visueller Zeitreise

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Informationen als leichte Kost: Ein Imagefilm im Schloss und im Netz soll Besucher locken und auf den Besuch einstimmen.

Das Eutiner Schloss will sein Image aufpolieren, die Besucherzahlen steigern und die geballte Historie des Gemäuers möglichst unterhaltsam erzählen. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg der Modernisierung haben die Verantwortlichen gestern vorgestellt: den neuen Imagefilm, genauer gesagt den ersten. Er wird den Besuchern künftig (ab 9. Mai) am Beginn eines jeden Rundgangs im Nebenraum des Strackzimmers gezeigt.

Per Drohnenflug reist der Betrachter binnen elf Minuten nicht nur durch die Zeit, sondern auch durch die verschiedensten Etagen und Zimmer des Schlosses, erfährt dabei mehr als nur die Verbindung zwischen Eutin und der Zarin Katharina II und endet schließlich wieder im hier und jetzt, als aus dem Schloss in Familienbesitz ein Stiftungsbetrieb wurde, der um Besucherzahlen kämpft.

Die Herausforderung habe darin bestanden, die geballten Infos möglichst unterhaltsam und unaufdringlich näher zu bringen, erklärt Nils Jockel, der beratende Kurator des Schlosses. Das Schloss sei eine „schlafende Schönheit“, über die viel erzählt werden müsse – aber mit Fingerspitzengefühl. „Gerade für Besucher, die nicht über ein mächtiges Vorwissen über die herzöglichen Familien Norddeutschlands verfügen, soll dieser Film Einblick in die Beziehungen und Orientierung bieten.“ Der Film soll die Besucher einstimmen und neugierig machen. „Wir wollen jedem das Gefühl geben, er muss zu uns ins Schloss kommen und das nicht nur zum Essen und Sonnen auf der Südterrasse“, sagte Herzogin Caroline von Oldenburg. Heute müsse marketingtechnisch ganz anders gedacht werden, „dabei hat uns Mediaberater Matthias Bönsel damals geholfen“. 2014 zog das Schloss laut Herzogin die Notbremse, als sich die Besucherzahlen mit 15  000 Gästen im Jahr mehr als halbiert hatten. Ein neues Konzept für Dauer- und Sonderausstellungen folgten, ebenso Bestrebungen für denkmalgerechte Sanierung und barrierefreien Zutritt (wir berichteten) ins Gebäude.

Der nächste Höhepunkt in diesem Jahr ist schon in Sicht: „Wir bauen einen Raum für das Antependium neu, dabei hilft uns der Förderkreis der Freunde des Schlosses sehr.“ Der Altarvorhang ist bisher nicht zugänglich und gehört zu einem der größten Schätze im Schlossinventar.

„Je leichter wir die Gelder akquirieren können, desto schneller können wir die nächsten Räume angehen. Nur mit Hilfe des Landes werden wir das allein nicht schaffen“, sagte die Herzogin.


Infos zu Kurzführungen www.eutiner-schloss.de

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erstellt am 03.Mai.2016 | 15:00 Uhr

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