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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 20:52 Uhr

Rönck bekräftigt Haltung zu GLC und Transparenz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Zukunft der touristischen Marketings in Malente, das Thema Transparenz oder der geplante Schulneubau: Tanja Rönck hat die erste Sitzung der Malenter Gemeindevertretung, an der sie als Bürgermeisterin teilgenommen hat, zu einer Art „Regierungserklärung“ genutzt. Darin bezog sie Stellung zu aktuellen Themen in der Gemeinde.

Besonders deutlich fiel dabei ihre Erklärung zur Zukunft des langjährigen touristischen Dienstleisters der Gemeinde, GLC Glücksburg Consulting, aus. „Ich stehe nach wie vor zu meiner im Wahlkampf nicht verheimlichten Ansicht, dass sich die touristische Landschaft in Malente völlig neu aufstellen muss“, erklärte Rönck. In diesem Zusammenhang könne sie sich GLC als Partner nicht vorstellen. Sie stehe für eine Zusammenarbeit mit der Tourismus-Zentrale Holsteinische Schweiz. Im Verlauf der Sitzung scheiterte vorerst der Versuch, den GLC-Vertrag vorzeitig zum Jahr 2018 zu kündigen (wir berichteten gestern).

Mit ihrem Bemühen um Transparenz war Rönck in einer Sitzung des Planungsausschusses schon angeeckt. CDU-Fraktionschef Uwe Potz passte es gar nicht, dass er zu neuen Entwicklungen wie etwa zum Neubau der Schwentine-Brücke am Intermar, aus der Zeitung erfuhr. Er forderte, „nach alter Väter Sitte“ zuerst die Ausschüsse zu informieren, und warf Rönck vor, diese Gremien „respektlos“ zu behandeln.

Rönck bekräftigte in der Gemeindevertretung ihre Haltung zu diesem Thema: „Ich habe während meines Wahlkampfes die Erkenntnis gewonnen, dass sich Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde mehr Transparenz wünschen, mehr Informationen, mehr das Gefühl haben zu können, ,dabei‘ zu sein – und setze dieses um.“ Sie wolle damit niemanden vor den Kopf stoßen oder sich despektierlich gegenüber gemeindlichen Gremien verhalten. Sie werde aber in Abwägung des Interesses der Öffentlichkeit gegenüber den genannten Befindlichkeiten „immer wieder zur Transparenz“ tendieren, stellte Rönck klar.

Ausdrücklich begrüßte Rönck den von ihrem Vorgänger Michael Koch angestoßenen Zukunftsprozess „Malente 2030“ als „große Chance für Malente“. Sie stehe auch hinter der Installation eines WLAN-Netzes in der Bahnhofstraße und im Kurpark. „Dies wird uns touristisch einen großen Schritt voranbringen.“ Ausdrücklich begrüßte sie auch den einstimmigen Beschluss des Sozialausschusses für einen Schulneubau sowie die anschließend von der Gemeindevertretung gebilligte Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge für Bad Malente-Gremsmühlen, Benz und Neukirchen (wir berichteten). Überzeugt zeigte sich Rönck, dass die Feuerwehren auf sie zukommende Strukturveränderungen bewältigen werde, wenn diese „aus der Feuerwehr“ heraus angegangen würden.

Vorangestellt hatte Rönck einen Dank an Selbstverwaltung und Mitarbeiter der Verwaltung für deren konstruktive Mitarbeit. Abschließend bekräftigte sie ihre Haltung, ihr Amt „neutral, nur der Sache verpflichtet“ auszuüben. Rönck: „Jeder kann sich darauf verlassen, dass ich mich bei meinen Entscheidungen weder durch ein Parteibuch noch durch Freundschaften oder Animositäten beeinflussen lasse.“

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erstellt am 10.Nov.2016 | 13:44 Uhr

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