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Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 11:18 Uhr

Radwege und Café auf Wunschliste

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Öffentliche Sitzung des Schönwalder Gemeindebeirates zur Zukunft / Im Dorfmuseum gibt es Überlegungen zur Einrichtung eines Cafés

Ein Café oder Bistro in der Dorfmitte und eine Anbindung des Ortes mit Radwegen entlang der Landesstraßen nach Eutin, Neustadt, Lensahn und Hansühn: Das waren die größten Wünsche der gut 20 Bürger, die der Einladung des Gemeindebeirates Schönwalde zu einem Gedankenaustausch zur Zukunft des Ortes in die alte Jugendherberge gefolgt waren.

Einleitend hatte Andreas Schulenburg, Vorsitzender des Beirates, auf das erste Jahr seit Bestehen zurückgeblickt und gleich zu Beginn noch einmal klargestellt: „Wir sind nicht zum Bespaßen der Gemeinde da.“ Zwar habe man viel positiven Zuspruch für die Veranstaltungen erhalten, zu denen auch ein sehr erfolgreiches „White Dinner“ und das gut angenommenes Bouleturnier gehörten, aber Ziel sei es nach wie vor, die Vereine zu gemeinsamen Aktivitäten im Sinne einer Belebung des Dorflebens zu bewegen. Nur eine vielfältige Veranstaltungskultur könne auch zu einer touristischen Belebung führen. Schulenburg regte eine „große Runde“ an, in der wichtige, den Ort betreffende Themen entwickelt und diskutiert werden können.

Die Radwegeverbindungen an die Küste und in die Holsteinische Schweiz kristallisierten sich als ein großes Thema heraus. Ausnahmslos forderten die Anwesenden eine schnelle Verbesserung. Schulenburg, Polizeibeamter und selbst regelmäßiger Radfahrer in Richtung Neustadt, beurteilte die Situation auf der Landesstraße als „grenzwertig“. Andere sprachen von „Glück, dass noch nichts schlimmes passiert ist“. Einig war man sich, dass der Fahrradtourist diese Routen meiden und so nie Schönwalde oder den Bungsberg „erradeln“ werde.

Die anwesenden Kommunalpolitiker machten schnell deutlich, dass sie die offiziellen Wege mehr als einmal beschritten hätten und die formalen Anforderungen für den Bau der Radwege, trotz vorliegender fertiger Planungen (Richtung Lensahn), nicht erfüllt würden. Nun will man sich Gedanken über eine groß angelegte Aktion in der Öffentlichkeit machen, mit der auf die fehlende Sicherheit für Radfahrer und damit verbundenen fehlende Erschließung des Bungsberges für den Fahrradtourismus aufmerksam gemacht wird. Pastor Dr. Arnd Heling stellte die Unterstützung des Kirchenkreises in Aussicht, da der Bungsberg ja zum Ausgangspunkt eines alljährlichen Fahrradgottesdienstes geworden sei.

Weitaus positiver entwickelte sich der Wunsch nach einem Café oder Bistro in der Nähe des Dorfteiches am Ruhsal. Ein Standort habe sich nach Ausführungen Schulenburgs durch eine andere Nutzung leider zerschlagen, aber das Dorfmuseum deutete eine neue Lösung an. Der Vorstand des Fördervereins ließ auf der Sitzung vernehmen, dass man sich die Nutzung eines Raumes in der alten Dorfschule als Café vorstellen könne. Auch die Nutzung der alte Schulbänken für Kaffeetrinker könne man sich vorstellen. Ziel des Vereins sei es, so das Museum regelmäßiger und länger geöffnet zu halten und die touristische Attraktivität des Ortes zu steigern. Als Betreiber scheide der Förderverein aber aus, da der Erfolg einer solchen Gastronomie ganz wesentlich von einem engagierten Gastgeber abhänge. Dies sei über das Ehrenamt des Vereines nicht zu leisten. Außerdem müsse die Gemeinde als Eigentümerin des Gebäudes und der für Außensitzplätze in Frage kommenden Areale gefragt werden.

Widerspruch gegen den Vorschlag erwuchs in der Versammlung nicht. Vielmehr machten sich alle Notizen, und viele begrüßten das Angebot über ein solches Café nachzudenken.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 12:10 Uhr

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