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Ostholsteiner Anzeiger

25. Juni 2016 | 07:17 Uhr

Verärgerte Radler in Ostholstein : Radweg-Räumung ist Glückssache

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nur wenn Kapazitäten frei sind, befreit die Straßenmeisterei Scharbeutz außerorts Radwege von Eis und Schnee. Das stößt auf Kritik.

Für viele Radler ist es ein Ärgernis, dass fast jeden Winter wiederkehrt: Sobald es schneit, wird der Radweg an der Landesstraße 174 zwischen Eutin und Malente zur Rutschbahn, wenn er denn überhaupt noch passierbar ist.

Seit es am Sonntag geschneit hat, bot sich etwa am Ortsausgang Malente noch gestern das bekannte Bild. Bis zum kleinen Rastplatz an der Niederung Rothensande hat die Gemeinde Malente den Rad- und Fußweg geräumt, danach müssen sich Radler durch den Schnee kämpfen. Und das tun anscheinend eine ganze Menge, wie zahlreiche Reifenspuren beweisen.

Für die Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr ist das trotzdem kein Grund, den Weg durch die Scharbeutzer Straßenmeisterei verlässlich räumen zu lassen: „Vorrang haben im Winterdienst die Straßen“, sagt Niederlassungsleiter Jens Sommerburg. Radwege würden außerorts je nach Kapazitäten und Möglichkeiten im Nachgang geräumt. Für Radler bedeutet das: Ob geräumt wird oder nicht, ist Glückssache.

Das Kieler Verkehrsministerium bestätigt dieses Vorgehen: „Klaren Vorrang im Winterdienst haben die Landes- und Bundesstraßen, anschließend räumen die Winterdienst-Fahrzeuge – sofern Kapazitäten frei sind – auch die Radwege“, erklärt Sprecher Harald Haase.

Jens Rose-Zeuner von der Initiative „Fahrradfreundliches Eutin“, bisweilen selbst per Rad zwischen Eutin und Malente unterwegs, kritisiert diese Haltung. „Der Radweg zwischen Eutin und Malente wird von vielen als Weg zur Arbeit genutzt.“ Dass hier nicht geräumt werde, sei extrem störend.

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erstellt am 21.Jan.2016 | 16:30 Uhr

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