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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Poersch erneut nominiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Eutinerin wird bei der Landtagswahl 2017 als Direktkandidatin im Wahlkreis Plön-Ostholstein antreten

Das Ergebnis des Abends barg keine Überraschung: Die Landtagsabgeordnete Regina Poersch aus Eutin ist wieder Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis 16, zu dem der südliche Kreis Plön sowie die Stadt Eutin und die Gemeinden Malente und Bosau gehören. Die
46-jährige Diplom-Verwaltungswirtin, die dem Landtag seit 2005 angehört, trat gestern Abend in der „Fegetasche“ bei einer Delegiertenkonferenz der SPD-Ortsvereine des Wahlkreises als einzige Kandidatin an. 49 Delegierte waren möglich, 35 gekommen, von denen 31 für Poersch stimmten, während sich drei enthielten und einer gegen sie stimmte.

In ihrer Vorstellung dankte Poersch dem offenen Miteinander und der guten Zusammenarbeit, die sie in den vergangenen fünf Jahren als Abgeordnete dieses Wahlkreises erfahren habe: „Ich bin sehr gerne Eure Abgeordnete.“ Die „Sozialdemokratin vom Scheitel bis zur Sohle“, wie sie sich selbst charakterisierte, räumte ein, dass sie bei ihrer Bewerbung um das Bürgermeisteramt in ihrer Heimatstadt Eutin eine bittere, sehr schmerzliche Niederlage erlitten habe. „Aber am Ende hat mich das stärker gemacht, und das verdanke ich dem Zuspruch und der Solidarität, die ich über den Wahltag hinaus erfahren habe.“

Sie betonte, dass die Kandidatur – „ich wollte eine rote Chefin im Rathaus werden“ – keine Abkehr von ihrem Engagement in der Landespolitik bedeutet habe Nur das Bürgermeisteramt in ihrer Heimatstadt habe sie an einen Verzicht auf das Landtagsmandat denken lassen.

Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner vertrat die Überzeugung, dass sich der Wahlkreis Plön-Ostholstein für die SPD direkt gewinnen lasse: „Beim letzten Mal ging es um 600 Stimmen“.

In einem halbstündigen Streifzug durch Bundes- und Landespolitik mit Grundsätzen der Sozialdemokratie und einer Liste der Erfolge sozialdemokratischer Politik forderte Stegner die Parteimitglieder zur Geschlossenheit auf: „Wir sollten im Wahlkampf keine Selbstkritik in den Vordergrund stellen, sondern die jeweils gewählten Kandidaten unterstützen.“

Und er wiederholte die Ankündigung, dass die SPD einen „Hochburgen-Wahlkampf“ leisten wolle: „Hochburgen gibt es nicht nur in Städten, sondern im jeden Wahlkreis.“ Gemeint sei damit ein besonderes Engagement in Regionen, in denen die SPD hohe Stimmenanteile hatte, und genau in den Gebieten wolle sich die Partei um eine höhere Wahlbeteiligung bemühen.

Eines der Rezepte, die Stegner nach den Erfahrungen von Egon Bahr und Willy Brandt ausgab: „Man muss für seine Ziele leidenschaftlichen kämpfen, dann kommen auch die Mehrheiten.“

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erstellt am 13.Okt.2016 | 21:11 Uhr

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