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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 22:25 Uhr

Plöner Weg aus der Vertrauenskrise

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Prof. Dr. Henning Klodt, Leiter des Zentrums Wirtschaftspolitik am Institut für Weltwirtschaft, referierte beim dritten Wirtschaftsforum

„Europa in der Krise“ lautete das Thema des 3. Wirtschaftsforums im Kreis Plön. Über 100 Zuhörer wollten dabei erfahren, wie es mit der EU weiter geht. Sedef
Atasoy (IHK) und Knut
Voigt (Wirtschafts-Förderungs-Agentur / WFA) erläuterten den Gästen, dass mit dem Wirtschaftsforum ein Veranstaltungsformat gefunden wurde, um Unternehmen, Einrichtungen, Verwaltung und Politik durch das Gespräch miteinander noch stärker zusammen zu bringen.

Landrätin Stephanie Ladwig resümierte, dass der Kreis Plön auf einem guten Weg sei, die strategischen Handlungsfelder zu besetzen. So wurden bei der WFA die Grundlagen zur Unterstützung und Weiterentwicklung für Unternehmen sowie ein Fördermanagement insbesondere für Städte, Gemeinden und Einrichtungen im Kreisgebiet geschaffen. Erstmals sei es mit dem Projekt B4R (Benefit for Regions) gelungen, Leadpartner in einem Interreg V-Projekt zu werden. In Zusammenarbeit mit deutschen und dänischen Partnern werden Themen identifiziert und bearbeitet, um das touristische Angebot bei uns und auf dänischer Seite nachhaltig zu stärken. In welchem Umfang der Kreis Plön voraussichtlich durch die Krise in Europa getroffen werde, ließ die Landrätin offen.

Mit der Antwort befasste sich Gastredner Prof. Dr. Henning Klodt, Leiter des Zentrums Wirtschaftspolitik am Institut für Weltwirtschaft. Schon zu Beginn seines Vortrags machte er deutlich, dass sich Europa in seiner bisher größten Vertrauenskrise befindet. Alle arbeiteten an der „Baustelle EU“, aber es gebe kein gemeinsam definiertes Ziel. Daher wachse die Skepsis der Bürger gegenüber der Europäischen Gemeinschaft und führe schließlich zur Ablehnung insgesamt. Klodt erwarte nach dem „Brexit“, dass weitere Mitgliedstaaten den Ausstieg anstrebten. Derzeit werde zu viel Geld in die Landwirtschaft statt in Forschung und Innovation investiert. Die Aufgaben zwischen der EU und den Mitgliedstaaten müssten anders verteilt werden.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 16:55 Uhr

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